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Defending Galapagos
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Umweltstrafrecht als Werkzeug zum Schutz der Galapagos-Inseln

Alex Cornelissen and attorney general
SSCS Galapagos Leiter Alex Cornelissen (links)
und Generalbundesanwalt Dr. Washington Pesantez
bei der Tagung zum Thema Umweltstrafrecht
im Mai 2010, organisiert von Sea Shepherd.

Wie schon bei Whale Wars in der Antarktis und Operation Blue Rage im Mittelmeer, rüstet sich Seashepherd nun für eine juristische Schlacht gegen Wilderei, Shark Finning, Schmuggel und alle anderen Aktivitäten, die im Zusammenhang mit illegaler Fischerei stehen und von den Behörden im Meeresreservat der Galapagos-Inseln (GMR) ermittelt wurden.

Auf Grundlage der Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen und die Verfassung Ecuadors, den Sondergesetzen von Galapagos und dem Strafrecht Ecuadors werden wir alle zur Verfügung stehenden juristischen Waffen gebrauchen, um Höchststrafen für diejenigen zu erreichen, die des Verbrechens gegen die Umwelt überführt wurden.

Unsere Mission zielt darauf ab, Umweltverbrecher hinter Gitter zu bringen. Allerdings ist dies kein leichtes Unterfangen, da auf den Galapagos-Inseln bisher NOCH NIEMAND JEMALS für Verbrechen gegen die Umwelt verurteilt wurde und das, obwohl die Gesetze gegen Umweltverbrechen bereits vor 12 Jahren eingeführt wurden. Die Probleme liegen beim Rechtsapparat und im Verfahrensrecht. Nicht alle Anwälte, Staatsanwälte und Richter sind ausgebildet für Fälle im Umweltrecht. Und das Verfahrensrecht erschwert das Ganze zusätzlich, da es denjenigen, die gegen Umweltgesetze verstoßen, gewisse Möglichkeiten einräumt, wie etwa die Zahlung einer Kaution. Auf freien Fuß gesetzt, verschwinden die Angeklagten nicht selten von den Inseln, und es kommt nie zum Strafverfahren.

Verhängte Bußen halten die Gesetzesbrecher nicht von ihrem illegalen Treiben ab. Sie kehren sogar immer wieder auf die GMR zurück und setzten ihre illegalen Aktivitäten fort. Aus diesem Grund muss das Umweltstrafrecht verstärkt als Werkzeug zum Schutz der Galapagos-Inseln angewandt werden. Der den Inseln und dem GMR zugefügte Schaden ist enorm, und wenn nicht etwas geschieht, um dem Einhalt zu gebieten, werden die Galapagos-Inseln in den kommenden Jahrzehnten ihres Zauber und ihrer Einzigartigkeit beraubt werden.

Mit Hilfe eines namhaften ecuadorianischen Anwaltes arbeiten wir an der besseren Anwendung der bereits existierenden Umweltgesetze. Wir werden dem ecuadorianischen Gesetzgeber einen Vorschlag zur Verbesserung der bestehenden Gesetze unterbreiten, um bessere Möglichkeiten zu schaffen, Verbrechen gegen die Umwelt zu verfolgen. Gleichzeitig werden wir darauf hinarbeiten, (inter)nationale Aufmerksamkeit für die Probleme, mit denen wir uns derzeit auf den Galapagos-Inseln konfrontiert sehen,  zu wecken.

Unter Berufung auf die bahnbrechende Anerkennung der Rechte der Natur in der ecuadorianischen Verfassung und auf die World Charter of Nature der Vereinten Nationen, werden wir das Rechtssystem angehen. Das werden wir tun,
indem wir den Justizbehörden Berichte über illegale Aktivitäten vorlegen, Anhörungen fordern und sogar als Kläger auftreten, indem wir Klagen einreichen. Wir werden dies im Namen allen marinen Lebens tun und gegen diejenigen, die nicht zu verstehen scheinen, dass die Galapagos Inseln und ihre Meeresreservate nach ecuadorianischem Gesetz SCHUTZGEBIETE sind und Weltkulturerbe. Um das Meeresreservat der Galapagosinseln zu schützen werden
wir schlussendlich als Ankläger (acusatores particulares) auftreten und jene verfolgten, die bestehende Gesetze brechen.

In einem berühmten Gedicht von Antonio Machado heißt es: Caminante no hay camino, se hace camino andar. Frei übersetzt bedeutet dies soviel wie: Geh’ dort, wo es noch keinen Weg gibt und Deine Fußspuren werden den Weg bereiten. Im Jahr 2010 wird Sea Shepherd Geschichte schreiben als die erste Organisation, die Umweltstrafrecht als Werkzeug zum Schutz der Galapagos-Inseln einsetzt.

conference
Tagung: Umweltstrafrecht als Werkzeug zum Schutz der Galapagos-Inseln und der Region

Vom 5. bis 7. Mai 2010 organisierte Sea Shepherd eine Tagung mit dem Titel Umweltstrafrecht
als Werkzeug zum Schutz der Galapagos-Inseln und der Region
in Puerto Ayora, Santa Cruz.
Während der
Tagung kündigte der ecuadorianische Generalbundesanwalt Dr. Washingon Pesantez
die erstmalige Ernennung
eines Staatsanwalts an, der auf das Umweltstrafrecht in der Provinz
der Galapagos spezialisiert ist.

Lesen Sie: Neuer Staatsanwalt für Umweltstrafrecht auf den Galapagos

 

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