Projekt Polizeihunde
Untersuchung von Gepäck am Flughafen von San Cristobal.
2008 kaufte Sea Shepherd in Colombia 6 Polizeihunde. Diese Hunde und ihre Führer bilden die allererste K-9-Polizeihundeeinheit in Südamerika, die sich auf Wildtierschmuggel spezialisiert hat. Hierbei könnte es sich um den Schmuggel von lebenden oder auch toten Tieren handeln, wie auch um einzelne Körperteile. Ungeachtet ihres Zustands, alle diese Tiere wurden auf kriminelle Art und Weise und/oder zu kriminellen Zwecken aus ihrem angestammten Lebensraum gerissen. Der Erfolg dieses Projekts ist für den Schutz der Wildtiere in ganz Südamerika von äußerster Bedeutung, da sich im Erfolgsfall andere südamerikanische Länder am Beispiel von Ecuador orientieren und ein ähnliches System zum Schutz der Artenvielfalt einführen könnten.
Nach einer umfangreichen Ausbildung auf dem Kontinent wurden die Hunde und ihre Hundeführer Anfang 2009 auf die Galapagos-Inseln gebracht. Hier wurden sie auf die drei am dichtesten besiedelten Inseln (Santa Cruz, San Cristobal und Isabela) verteilt und überprüfen seitdem allen Personen- und Güterverkehr zwischen, auf, und von den Inseln.
Vor der Ankunft der Hunde auf den Inseln mussten wir den Bau von Hundehütten in 2 der 3 Standorte investieren, da noch keine derartigen Einrichtungen existierten. Hierbei schnitt Sea Shepherd die Hundehütten speziell auf die Bedürfnisse der Hunde zu. Sie sind viel geräumiger als herkömmliche Hundehütten, um das optimale Wohlbefinden der Tieren sicherzustellen. Ale Hütten befinden sich auf Polizeigelände, um möglichen Vergeltungsmaßnahmen von Wilderern und Schmugglern vorzubeugen.
Die Hunde mit ihren Haltern gehören mittlerweile zum gewohnten Bild auf allen Häfen und Flughäfen auf den Galapagos-Inseln. Obwohl wir vor allem das Ziel verfolgen, Haiflossen aufzuspühren, sind die Hunde in der Lange, eine breite Palette verschiedener Tiergerüchte zu identifizieren, was den Wildtierschmuggel hinter den Kontrollpunkten sichtlich erschwert.
Die nächste Stufe des Projektes wird darin bestehen, die Hunde und ihre Führer auch an entlegeneren Orten und privaten Grundstücken einzusetzen, an denen Verdacht auf Wildtierschmuggel besteht.
Die Hunde und ihre Hundeführer benötigen ständiges Training, um ihre hohe Sensitivität zu erhalten. Wir werden auch in Zukunft für das Futter und die Gesundheitsversorgung der Hunde, wie auch für die Trainungsmaterialien der Hundeführer aufkommen.
Für dieses Projekt haben wir einen Vertrag zur Zusammenarbeit mit der Ecuadorian National Police unterzeichnet.
Wir erhalten regelmäßig anfragen, bei dem Projekt zu helfen, aber leider müssen die Hunde und ihre Führer eine enge Bindung zueinander aufbauen, um ihr maximales Potential zu erreichen. Dies bedeutet, dass jede Ablenkung durch Dritte die Effektivität des Teams verringern würde. Wir können dafür garantieren, dass die Hunde die beste Behandlung erfahren, die sie kriegen können. Die Führer haben sogar bekundet, die Hunde auch nach Ablauf ihrer fünfjährigen Dienstzeit bei der Polizei als Begleiter behalten zu wollen. Sea Shepherd wird selbstverständlich sicherstellen, dass die Tiere mit dem Respekt behandelt werden, den sie verdienen.
Hundeeinheit San Cristobal
Hundeeinheit Santa Cruz
Hundehütte San Cristobal, gespendet von Sea Shepherd
Langleinen, konfisziert dank des Einsatzes der Hundeeinheit Santa Cruz
  Auf der Polizeikonferenz werden illegale Fischereiausrüstung und Haiflossen ausgestellt, die durch die Hundeeinheit konfisziert werden konnten
  Flughafencheck in San Cristobal - jede Tasche wird untersucht
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