Sea Shepherd DE
Defending Galapagos
Drucken E-Mail

Sea Shepherd und die Galapagos-Inseln

Die Galapagos-Inseln liegen etwa 960 km vor der Küste Ecuadors. Sie sind weltberühmt für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.

Sea Shepherd ist der Ansicht, dass die Inseln eines der letzten unberührten Gebiete der Welt sind. Doch selbst in dieser abgelegenen Gegend sind die zerstörerischen Einflüsse des Menschen im empfindlichen Ökosystem zu spüren. Für Sea Shepherd sind die Galapagos-Inseln eine dauerhafte Kampagne und wahrscheinlich eine der wichtigsten in unserer Geschichte und für das Überleben der Menschheit überhaupt. Denn sollte es uns nicht möglich sein, etwas so Einmaliges wie die Galapagos-Inseln zu schützen, sind wir als menschliche Rasse tatsächlich zum Untergang verdammt.

Geschichte:

1936 - Erlass zur Gründung des Nationalpark Galapagos-Inseln (GNP) per Verfügung 13.

1959 - Definition der Grenzen, die alle Inseln außer den bewohnten umfasst (Erlass 17).

1968 - Nach erfolgter Grenzziehung beginnt eine wirksame Verwaltung.

1971 - Das Meeres-Schutzgebiet (7,999,000 ha) wird von der Strandlinie offiziell bis zum äußersten Rand der Inseln ausgeweitet (Eintrag 265).

1984 - Die Inseln werden als UNESCO-Biosphärenreservat vorgesehen.

1986 - Das Galapagos-Inseln Marine Reservart (GMRR) wird per Erlass 1810-A auf ein Seegebiet von 15 Meilen von der Strandlinie ausgedehnt. Eine Quarantänesystem und Einwanderungskontrollen werden eingerichtet.

1987 - Eine Gebietsaufteilung wird ausgearbeitet.

1992 - Verwaltungsplan der GMRR wird genehmigt

1998 - Mit einem besonderen Galapagos-Inseln Gesetz (278) wird das GMRR auf 40 Seemeilen ausgedehnt.

2001 - Das Meeres-Schutzgebiet wird zum Weltnaturerbe der UN erklärt.

2002 - Das Feuchtgebiet südlich der Isabela Insel wird zum Ramsar Wetland-Gebiet erklärt.

2007 - Die Galapgos-Inseln werden auf die Rote Liste der UNESCO gesetzt. Grund dafür sind unkontrollierte Einwanderung, Tourismus und mangelnder Schutz vor eingeschleppten, nicht-heimischen Arten.

2010 - Dank deutlicher Verbesserungen werden die Galapagos-Inseln von der Roten Liste gestrichen. Die Situation bleibt trotzdem kritisch und gemeinsame Anstrengungen sind weiterhin nötig, um eine erneute Auflistung zu vermeiden.

Die einzigartigen Galapagos-Inseln haben ein hoch empfindliches ökologisches Gleichgewicht, und es grenzt an ein Wunder, dass diese unersetzliche Natur bis heute überdauert hat.

Seit dem späten 18. Jahrhundert wurden die Inseln als Stützpunkt und Jagdgebiet von Walfängern genutzt, die durch das Schlachten der einheimischen Robben etwas dazu verdienten und sich von den Meeresschildkröten ernährten.

iguanas
Meerechsen wärmen sich nach
der Futtersuche in der Sonne

Um 1900 war die Robbe auf den Galapagos-Inseln fast ausgestorben und am Strand häuften sich die Panzer der geschlachteten Riesenschildkröten. 1934 wurde das erste Gesetz zum Schutz der Inseltiere erlassen. Die Meerechsen der Insel Baltra überlebten den Bau das U.S. Fliegerstützpunkts während des 2. Weltkriegs jedoch nicht. In den frühen 1970ern wurden die Gewässer regelmäßig von japanischen Fischfangflotten heimgesucht, die illegal gezielt Jagd auf Meeresschildkröten machten. Seitdem kommt es immer wieder Plünderungen durch Treibnetzfischer und Longliner-Booten.

Der Galapagos-Inseln Nationalpark (GNP) verteidigt mit Hilfe der Charles Darwin Forschungsstation das Archipel vor Missbrauch und illegaler Ausbeutung. Sea Shepherd hat 1995 den ersten Bericht über die Wilderei auf den Galapagos-Inseln (Sea Shepherd Log, 3rd-4th Quarter 1995) veröffentlich. Außerdem bot Sea Shepherd Ecuador seine Hilfe bei der Patrouille der Gewässer durch unser schnelles Küstenschutzboot Edward Abbey (später umbenannt in "Sirenian," und seit kurzem "Yoshka") an.

Im März 1997 meldete sich Fabricio Valverde von der Technikabteilung des GNPS bei uns und bekundete ernsthaftes Interesse an einer möglichen Zusammenarbeit bei der Patrouille.

Die Nationalparkverwaltung patrouillierte die Gewässer des Nationalparks und des Meeres-Schutzgebiets mit den Booten Guadalupe River und Belle Vie und sie waren der Ansicht, dass „die zusätzliche Unterstützung durch die Edward Abbey (Sirenian) beim Schutz der Inseln ausgesprochen hilfreich wäre“.

tortoise
Galapagos-Schildkröten
im Brutzentrum von
Puerto Avora, Santa Cruz

Jahrelange Verhandlungen mit der Ecuadorianischen Regierung folgten, doch scheiterten schließlich daran, dass ein fremdes Schiff schlichtweg den Nationalpark nicht patrouillieren dürfe. Zeit verging und wir engagierten uns anderswo mit anderen Kampagnen. Und doch konnten wir die einzigartigen Galapagos-Inseln auch nicht aufgeben. Sie sind eine Nische für Pflanzen- und Tierarten, die auf der Erde nirgendwo sonst zu finden sind und von der Ausbreitung des Menschen und illegalem Fischfang bedroht sind.

Sirenian
Sea Shepherds Yoshka auf Patrouillenfahrt.

Schließlich statteten Kapitän Watson und die Mannschaft der Ocean Warrior (später umbenannt in R/V Farley Mowat) im März 2000 den Galapagos-Inseln Nationalpark einen Besuch ab. Sie waren auf dem Weg zur San Ignacio Lagoon in Baja California, um das Ende der Pläne für den dortigen Salzabbau zu feiern und um kurz darauf für die Antiwalfangkampagne auf den Faröre Inseln den Atlantik zu überqueren.

Die Leitung der Ocean Warrior setzte sich mit der Verwaltung es Nationalparks zusammen und entwarf in kurzer Zeit einen vorläufigen Plan für gemeinsame Patrouillenfahrten. Im August wurde eine verbindliche Regelung gefunden und die Edward Abbey (Sirenian) für ihr erstes Jahr Dienstjahr auf den Galapagos-Inseln Dienst vorbereitet.

Unsere Geduld und Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Fünf Jahre lang sollte die Sirenian dem Nationalpark helfen, dem illegalen Fischfang innerhalb der 40 Seemeilen um den Inseln Einhalt zu gebieten. Die Sirenian war bald für den GNP unverzichtbar und im Oktober 2005 unterzeichneten Kapitän Watson und der Direktor des GNP eine neue Vereinbarung nach der die Sirenian dauerhaft auf den Galapagos-Inseln patrouillieren soll.

Sea Shepherd office
The Sea Shepherd Galapagos office
on the main road in Puerto Ayora

Seit Juli 2006 unterhält Sea Shepherd ein offizielles Büro auf den Galapagos-Inseln in Puerto Avora auf der Insel Santa Cruz. Diese dauerhafte Vertretung auf den Inseln ermöglicht es uns, sofort zu reagieren, wenn unsere Unterstützung nötig ist.

2010 begann das zehnte Jahr unser Zusammenarbeit mit dem Galapagos-Inseln Nationalpark. Aus diesem Anlass hat Sea Shepherd mit dem GNP eine Vereinbarung zur Intensivierung unserer Zusammenarbeit unterzeichnet, die ein solides Fundament für die nächsten zehn Jahre legt.

Trotz all der Beschränkungen und dem Verbot des kommerziellen Fischfangs seit 1997 beobachten wir regelmäßig Verstöße von Ecuadorianischen Fischern, ausländischen Booten und unabhängigen Betreibern.

Longline-Boote die Marline und Haie jagen richten großen Schaden an.

Wir brauchen deine Unterstützung, damit Sea Shepherd helfen kann, die Galapagos-Inseln als eine der kostbaren Biosphären der Welt zu erhalten.

Iguana and Farley Mowat
Die Farley Mowat besucht die Galapagos-Inseln 2002
 

Sea Shepherd Deutschland e.V.
Postfach 1953
25509 Itzehoe

Urheberrechte aller Inhalte bei Sea Shepherd Conservation Society ©2012
Hosting und andere Webdienste kostenlos bereitgestellt von EStreet