|
|
|
Sonntag, 05. Februar 2012
|
Was ich beim Frühstück mit Sterling Hayden lernte
Kommentar von Captain Paul Watson
Sterling HaydenDamals in den späten Siebzigern war ich gerade beim Frühstück mit meinem Freund Jet Johnson in Sausalito, Kalifornien.
An diesem Morgen unterhielten wir uns darüber, wie großartig es gewesen wäre, Jack London einmal getroffen zu haben, der in der frühen Hälfte des Jahrhunderts in Sausalito gelebt hatte. Zufällig hatte ich am Tag zuvor ein Buch gekauft, das ich bei mir hatte. Es war kein Jack London-Roman, aber es war ein Buch eines anderen berühmten Einwohners Sausalitos – obwohl ich der Tatsache, dass der Autor ein Einheimischer war, beim Kauf keine sonderlich große Beachtung geschenkt hatte.
Das Buch trug den Titel „Voyage“ und ist ein fantastischer Abenteuerroman, der auf hoher See in den Tagen der Segelschifffahrt im 19. Jahrhundert spielt. Ich hatte den sehr dicken Wälzer mit dem Deckel nach unten auf dem Tisch liegen. Auf der Rückseite war ein Schwarz-Weiß-Portrait des Autors, eines charaktervollen Mannes mit einem weißen Bart, ähnlich wie Hemingway, jedoch mit einem eher wettergegerbten und weltgewandten Aussehen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
Mittwoch, 01. Februar 2012
|
Rassismus bestimmt Aktionen der japanischen Polizei in Taiji
Kommentar von Captain Paul Watson
Polizeistation von Shingu und Untersuchungsgefängnis, wo Erwin fast einen Monat lang festgehalten wurde.Es gibt nichts um den heißen Brei herumzureden. Keiner will es offen aussprechen, aber die Tatsachen liegen nun klar auf dem Tisch und ich will die Dinge beim Namen nennen. Die Polizisten des Verwaltungsbezirks Wakayama sind Rassisten.
Sie sind nicht unparteiisch. Sie sind nicht objektiv. Es gibt ein Gesetz für die Japaner in Japan und ein anderes für die Gaijin. Ein Gaijin ist ein Fremder. Wortwörtlich bedeutet der Begriff „Außenseiter“. Sie benutzen ihn, um jeden auszugrenzen, der nicht Japaner ist, meist wird er jedoch auf Westler angewandt. In Taiji, Japan, werden die Cove Guardians, die aus aller Welt zur Verteidigung der Delfine hierherkommen, ganz gewiß als Außenseiter behandelt.
Als ein japanischer Delfintrainer einfach eine Anschuldigung vorbrachte, ohne irgendwelche Zeugen oder Belege zu deren Bestätigung, nahm die Polizei ohne Zögern den Cove Guardian Erwin Vermeulen fest und warf ihn ins Gefängnis, nur aufgrund der Anschuldigung, er habe einen japanischen Staatsbürger „geschubst“.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
Sonntag, 29. Januar 2012
|
Die kanadische Robbenjagd ist tot! Lang leben die Robben!
Kommentar von Captain Paul Watson
„Ich würde die 6 Millionen Robben, oder wie viele auch immer es da draußen gibt, gerne getötet und verkauft oder vernichtet und verbrannt sehen. Es interessiert mich nicht, was mit ihnen passiert. Gäbe es einen Markt für mehr Robben, würden die kommerziellen Robbenfänger sie jagen und töten. Die Jäger, die für den „Eigenbedarf“ jagen,.. können sie nicht verkaufen, da es keinen Markt mehr gibt. Was sie wollen, ist das Recht, rauszugehen und die Robben zu töten... und je mehr sie töten, desto besser gefällt es mir.“
John Effort, ehemaliger kanadischer Bundesminister für natürliche Ressourcen und ehemaliger Fischereiminister der Provinz Neufundland
Archivbild: Paul Watson mit SattelrobbenbabyIch bekämpfe die kanadische Robbenjagd seit 1974. Es war ein langer, steiniger Weg über beinahe vier Jahrzehnte. Während dieser Zeit habe ich sechs Mal Schiffe in das Eis geschickt, 1979, 1981, 1983, 1998, 2005 und 2008. Ich habe drei Helikopterkampagnen angeführt, 1976, 1977 und 1995. Während dieser Zeit haben wir Robbenjagdboote aus dem Eis vertrieben, blockierten Robbenjagdboote im Hafen, liefen meilenweit durch trügerische Eisverhältnisse, traten kanadischen Beamten der Fischereibehörde und der Royal Canadian Mounted Police entgegen, diskutierten mit Senatoren, Abgeordneten, Neufundlands Ministerpräsidenten, Fischereiministern und Premierministern. Wir brachten die Prominenten Brigitte Bardot, Richard Dean Anderson und Martin Sheen auf die Eisschollen und wir arbeiteten für ein weltweites Verbot von Robbenprodukten. Wir wurden verhaftet, von der Polizei und Robbenjägern geschlagen, haben ein Schiff verloren und wurden in ganz Kanada als Öko-Terroristen, Extremisten und Verräter geschmäht.
Wir haben sogar eine gewaltfreie, nicht-tödliche Alternative zur Robbenjagd entwickelt, das Abbürsten des weißen Pelzes im Haarwechsel, um an die losen Haare zu kommen, welche die gleichen Eigenschaften wie Eiderdaunen haben. Die Regierung hat unsere Alternative abgelehnt. Die Regierung wollte, dass die Robben sterben.
Doch am Ende haben wir gewonnen!
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
Donnerstag, 26. Januar 2012
|
Das Verbrechen, ein Niederländer zu sein
Kommentar von Captain Paul Watson
Warum befindet sich Erwin Vermeulen seit 44 Tagen in Haft?
Die Antwort: Weil er Niederländer ist.
Seine Verhaftung erfolgte ursprünglich wegen einer angeblichen Rempelei - ohne jegliche Zeugen –, gemeldet von einem Mann mit einem persönlichen Interesse an der Ausschaltung der Sea Shepherd Cove Guardians. Es gab nicht den geringsten Beweis, lediglich die Aussage eines Angestellten bei einem delfinmordenden Unternehmen, und dafür ist Erwin Vermeulen seit 44 Tagen in Haft. Man hat ihm gesagt, dass man ihn freilassen würde, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass er sich bereit erklärt, ein Geständnis abzulegen.
Er hat die Wahl zwischen der Freiheit im Gegenzug für ein Geständnis oder einer fortgesetzten und verlängerten Einkerkerung dafür, dass er die Wahrheit sagt und auf seine Unschuld besteht. Diese Art von Gerechtigkeit würde man von einer mittelalterlichen Sternkammer erwarten, nicht von einer demokratischen und geachteten Nation wie Japan.
|
|
Weiterlesen...
|
|