Helden des Waldes und Meeres sollen freigelassen werden
Die Forest Rescue Aktivisten Geoffrey Tuxworth, Simon Peterffy und Glen Pendlebury werden keines Verbrechens beschuldigt und nicht nach Japan gebracht. Unsere Beharrlichkeit, mit der wir auf die Beweise hingewiesen haben, wo das Schiff geentert wurde (innerhalb der Anschlusszone) und unsere Beharrlichkeit, mit der wir immer wieder betont haben, was für eine Farce das ist und welches Licht dies auf die Arbeiterpartei wirft, hat mit Sicherheit zu dieser Entscheidung beigetragen. Die australische Regierung entsendet jetzt ein Schiff, um die drei Männer von der Shonan Maru #2 abzuholen, während diese uns auf der Steve Irwin in Richtung antarktischen Küste verfolgt. Es war eine mutige Aktion, die ein weiteres Mal die internationale Aufmerksamkeit auf das illegale Abschlachten von Walen im antarktischen Walschutzgebiet richtet. Gut gemacht, Geoffrey, Simon und Glen. Wie Senator Brown gestern sagte, seid ihr drei australische Helden.
- Captain Paul Watson
Häufig gestellte Fragen zu dem Vorfall
Frage: Warum hat sich Sea Shepherd dazu entschieden, die Shonan Maru #2 zu entern?
Captain Paul Watson: Die Antwort darauf ist, dass wir keine solche Entscheidung getroffen haben. Dies war eine Initiative der australischen Gruppe Forest Rescue. Sie bat uns um Unterstützung und wir gaben sie ihr. Das war eine Reaktion von der Basis auf die Tatenlosigkeit der australischen Regierung hinsichtlich des konsequenten Einschreitens gegen illegalen Walfang. Genau das hatte die Regierung kurz vor ihrer Wahl versprochen, doch seitdem haben sie dazu lediglich Lippenbekenntnisse abgelegt. Wenn Regierungen dabei versagen, ihre Versprechen einzuhalten, dann suchen ihre Wähler Mittel und Wege, gegen solche gebrochenen Versprechen Abhilfe zu schaffen und ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.
Frage: Vor dem Entern der Shonan Maru #2 sagten Sie den drei Männern, die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach Japan gebracht werden würden, sei gering. Wie konnten Sie so sicher sein?
Captain Paul Watson: Keine Regierung kann es sich leisten, dass man ihrer Nation öffentlich auf der Nase herumtanzt. Bürger aus den Hoheitsgewässern des einen Staates in das Gefängnis eines anderen Staates zu bringen, ist, wenn man nicht im Krieg ist, in den meisten Fällen inakzeptabel. Die australische Regierung hat wohl oder übel eine moralische Verpflichtung, ihre Bürger zu vertreten. Trotz meines Unmuts über die derzeitige Regierung ist Australien immer noch eine starke demokratische und stolze Nation. Meine Einschätzung war, dass die Crew wieder freigelassen und nicht mit nach Japan zurückgenommen werden würde, so wie dies vor ein paar Jahren geschehen ist, als wir das erste Mal Mannschaftsmitglieder einen japanischen Walfänger entern ließen.
Frage: Im Fall von Pete Bethune haben Sie sich da aber getäuscht. Er wurde nach Japan mit zurück genommen und dort vor Gericht gestellt. Warum verlief das in diesem Fall anders?
Captain Paul Watson: Meine Einschätzung damals war, und das habe ich Pete Bethune auch so mitgeteilt, dass er die Shonan Maru #2 nicht entern solle. Warum? Weil er Neuseeländer war, und ich wusste, dass sich die neuseeländische Regierung nicht gegen die Japaner behaupten würde. Es ist unerlässlich, dass jeder, der ein japanisches Schiff entert, australischer Staatsbürger ist. Ein weiterer Unterschied ist der Ort, wo es stattfand. Bethune enterte das Schiff im Südpolarmeer und das Forest Action-Team enterte 16 Meilen vor einem westaustralischen Strand. Ich wies Bethune darauf hin, dass er verhaftet werden könne. Er sagte, er sei darauf vorbereitet. Offensichtlich war er es nicht, aber die Entscheidung, das Schiff zu entern, war seine eigene und stand im Gegensatz zu meinem Rat.
Frage: Was halten Sie von diesen drei Männern der Gruppe Forest Rescue, und warum enterten Waldschützer ein japanisches Walfangschiff?
Captain Paul Watson: Senator Bob Brown nannte Geoffrey Tuxworth, Simon Peterffy und Glen Pendlebury wahre australische Helden, und dem stimme ich aus vollem Herzen zu. Sie sind mutige und engagierte Aktivisten, die die Verbindung zwischen den Wäldern und Meeren verstehen, zwischen den Bäumen und Walen. Sie sehen auch die Heuchelei und den Widerspruch im Versagen der Regierung, sowohl die Wale als auch die Wälder zu verteidigen.
Frage: Denken Sie, dass dies eine erfolgreiche Aktion war? Was haben Sie dadurch erreicht? Wie hat das zur Verteidigung der Wale beigetragen?
Captain Paul Watson: Ich denke, dass sie außerordentlich erfolgreich war. Sie hat die Aufmerksamkeit der internationalen Medienwelt auf die fortgesetzten illegalen Walfangaktivitäten Japans gerichtet. Es waren große Nachrichten. Es hat das Eingreifen von der Basis Australiens gezeigt. Es war ein lohnender Versuch, die Verfolgung der Steve Irwin durch die Shonan Maru #2 abzuschütteln. Das Entscheidende aber ist, dass die Aktion eine totale Demütigung für die japanische Sicherheitsoperation war. Dies ist das Schiff, das von Japan als Sicherung für die Walfangflotte eingesetzt wurde, als Teil der 28 Millionen Dollar, die zum Schutz der Walfänger vor uns umgeleitet worden waren. Und doch waren drei unbewaffnete australische Bürger in der Lage, das Schiff trotz der Spieße, NATO-Drahtsperren und bewaffneten Beamten der Küstenwache an Bord zu entern. Das ist ein entsetzlicher Gesichtsverlust für die Sicherheitsleute, für die Crew der Shonan Maru #2 und für die japanische Walfangindustrie.
Frage: Die Premierministerin und die Justizministerin haben beide gesagt, dass das Treffen eines Schiffes mit der Shonan Maru #2 zur Bergung der drei Männer den australischen Steuerzahler Hunderttausende Dollar kosten wird. Sie brachten vor, dass sich Sea Shepherd an diesen Kosten beteiligen sollte. Ist dies eine angemessene Forderung
Captain Paul Watson: Die Forderung ist absurd. Das war keine Initiative von Sea Shepherd, und sie hätte vermieden werden können, wenn die Regierung ihren Job gemacht und ihre Wahlversprechen gehalten hätte, den Walfang im Südpolarmeer zu beenden. Außerdem könnte man alle diese Kosten leicht vermeiden. Die Japaner bräuchten die drei Männer nur auf die Steve Irwin zu bringen, statt ein teures Schiff aus Australien kommen zu lassen, um sie abzuholen. Sie haben diese Möglichkeit nicht einmal in Betracht gezogen und nie über irgendwelche Alternativen mit Sea Shepherd gesprochen. Dies ist ein Plan der Regierung, und wenn sie es so machen wollen, dann können sie auch dafür bezahlen. Warum soll Sea Shepherd für die Unfähigkeit der Regierung zahlen?
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