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Sonntag, den 15. Januar 2012 um 16:33 Uhr

Aufmerksamkeit auf Bedeutsames lenken ist immer positiv

Kommentar von Captain Paul Watson

Die Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken, die von Bedeutung sind, ist immer positiv, selbst wenn es negativ zu sein scheint.

Oscar Wilde bemerkte einmal “das Einzige, was schlimmer ist, als wenn über einen gesprochen wird, ist, wenn nicht über einen gesprochen wird“.

Ich bin gefragt worden, ob ich besorgt darüber sei, dass das kürzliche Entern eines japanischen Walfang-Sicherheitsschiffs zu Kritik einiger Mitglieder der australischen Regierung, der australischen Medien und Teilen der australischen Bevölkerung geführt habe.

Manchen gefällt es nicht, dass wir Forest Rescue unterstützen. Manche glauben, wir seien verantwortlich für den Einsatz von Steuergeldern zur Bergung der Entermannschaft. Manche mögen bloß Sea Shepherd nicht und einige mögen selbst keine Wale und einige leben in der Angst, Japan könnte unseren Kohle- oder Uranhandel einstellen. (Als ob Japan wirklich Uran bräuchte!)

Die Antwort ist, ich bin nicht besorgt. Es war eine brillante Taktik und wir unterstützen Forest Rescue zu 100%.

Warum? Weil sie besorgt sind und weil sie nicht auf ihrer Kehrseite hocken und über die illegale Abschlachtung von Walen durch die Japaner wehklagen. Sie haben entschieden, etwas dagegen zu tun.

Wir sind nicht besorgt darüber, wir könnten Unterstützung verlieren, weil die Aktion zu einer Welle der Unterstützung für Sea Shepherd und Forest Rescue geführt hat. Und selbst wenn es so wäre, gute strategische Schachzüge an vorderster Front sollten nicht Gegenstand von Beliebtheitsumfragen sein.

An diejenigen, die das Entern als Fehlschlag bezeichneten, das ist eine durch keinerlei Fakten gerechtfertigte Meinung.

Es war ein riesiger Erfolg.

Warum?

Aus genau dem Grund, den Oscar Wilde so brillant artikuliert hat, und der ist, dass die Leute über das Problem reden. Egal, ob sie jetzt für oder gegen die Aktion sind, reden die Leute immer noch über die Angelegenheit. Sogar die Premierministerin redet darüber, ebenso wie der Premierminister Japans und sie wurde sogar im Weißen Haus in Washington D.C. diskutiert.

Wenn Premierminister und Präsidenten, Senatoren und Parlamentsabgeordnete über ein Problem bzw. einen Feldeinsatz sprechen, dann wertet das diesen automatisch als bedeutsam und macht ihn an sich wichtig und außerordentlich geeignet, um die Sache voran zu bringen.

Er hat es weltweit in die Medien geschafft, nicht nur in Australien und Japan, wo er in erheblichem Maße berichtenswert erschien.

Er stellte das illegale Eindringen japanischer Walfänger in australische Hoheitsgewässer und die Tatenlosigkeit der australischen Regierung bei der Einhaltung ihrer Wahlversprechen zur Beendigung des illegalen Walfangs im Südpolarmeer heraus.

Indem sie die Kosten für den Steuerzahler heranziehen, versuchen die Premierministerin und die Generalstaatsanwältin lediglich, Aktivisten zu verteufeln. Es war ihre Entscheidung, den kostspieligen Weg zu wählen, die Männer auf hoher See, bereits im Südpolarmeer, auf das Zollschiff zu übergeben. Sie hätten ohne irgendwelche Kosten für den Steuerzahler auf die Steve Irwin übergeben werden können.

Die Kosten für die Übergabe hätten aus dem $ 6-Millionen-Dollar-Fonds genommen werden können, den Peter Garrett für die nicht-tödliche wissenschaftliche Walforschung eingerichtet hat und der zu nichts Fundiertem oder Wesentlichen geführt hat. Wenn man bedenkt, dass jedes gewählte Regierungsmitglied die australischen Steuerzahler 1,6 Millionen Dollar im Jahr kostet, ist dies ein relativ kleiner Betrag, der dafür aufzubringen ist, dass die Aufmerksamkeit auf die illegalen Walfangschiffe in australischen Gewässern gelenkt wird. Ich würde sogar zu behaupten wagen, dass diese drei Männer von Forest Rescue innerhalb ihrer Möglichkeiten als zivile Aktivisten mehr zum Schutz der Wälder, Gewässer und gefährdeten Arten Australiens getan haben als euer australischer Durchschnittspolitiker.

Und denjenigen, die die taktischen Belange in Frage stellen, so wie Pete Bethune, der zum neuseeländischen Fernsehen ging um dort zu äußern, die Forest Rescue-Leute seien von Sea Shepherd an der Nase herumgeführt worden und ich hätte ihnen die falsche Garantie gegeben, sie würden nicht als Gefangene nach Japan transportiert, denen kann ich nur sagen, dass dies, erstens, ein Plan von Forest Rescue war und nicht von Sea Shepherd und dass die Anerkennung für den Erfolg tatsächlich der Tapferkeit von Geoffrey Tuxworth, Simon Peterffy und Glen Pendlebury gebührt. Alle drei Männer wussten genau, was sie taten. Zweitens haben ich ihnen tatsächlich versichert, dass man sie nicht mit zurück nach Japan nehmen würde, so wie ich damals 2008 auch garantiert haben, dass Benjamin Potts und Giles Lane freigelassen werden würden. Das ist einfach das elementare Verständnis der diplomatischen Gegebenheit, dass Australien es sich nicht leisten kann, die Verschleppung seiner Staatsbürger aus australischen Hoheitsgewässern als Gefangene nach Japan zuzulassen. Das setzt einen hochbrisanten diplomatischen Präzedenzfall und hätte langfristige Konsequenzen für die Fragen australischer Staatshoheit. 2010 legte ich Bethune nahe, dass er gefangengenommen werden würde und riet ihm, nicht an Bord der Shonan Maru #2 zu gehen. Er enterte sie schließlich doch und wurde nach Japan verbracht. Der Unterschied lag darin, dass Bethune kein australischer Staatsbürger war.

Dies ist nun das achte Einsatzjahr im antarktischen Walschutzgebiet für Sea Shepherd und das fünfte Jahr, in dem dies von Animal Planet für die TV-Show ’Whale Wars’ dokumentiert wird.

Die Sea Shepherd-Aktionen haben noch nicht eine einzige Verletzung verursacht, noch hat unsere Crew irgendeine Verletzung erlitten und, abgesehen von Pete Bethunes einseitiger Aktion, ist kein weiteres Sea Shepherd-Mitglied wegen eines Vergehens belangt worden. Auch wurde keins unserer Schiffe durch einen unserer Flaggenstaaten oder eine der Nationen, deren Staatsbürger wir sind, angewiesen, unsere Einsätze einzustellen. Wir haben keinerlei Gesetze gebrochen.

Was wir getan haben, ist, gegen den Verstoß gegen internationale Umweltschutzgesetze durch die japanische Walfangflotte vorzugehen.

Japanische Walfänger zielen auf gefährdete Finn- und Buckelwale und geschützte Zwergwale ab, und das in einem ausgewiesenen internationalen Walschutzgebiet unter Verletzung eines weltweiten Moratoriums zum kommerziellen Walfang.

Sea Shepherd ist durch Gesetz zum Einschreiten ermächtigt, in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen.

Wenn Regierungen wie die japanische uns als Kriminelle bezeichnen, dann würde ich ihnen raten, uns wirklich in Haft zu nehmen, statt fortgesetzt feige mit der Zeitungsente von „Ökoterroristen“ um sich zu werfen, als ob das in Wirklichkeit irgendeine Bedeutung hätte.

Wir sind nicht die Gesetzesbrecher. Die Walfänger sind die Gesetzesbrecher und sie sind es, die das antarktische Ökosystem und die Wale terrorisieren.

Wir protestieren nicht einmal gegen ihren illegalen Walfang. Wir gehen dagegen vor – etwas, was die unterzeichnenden Regierungen tun sollten, aber nicht den Mut haben zu tun, weil es ihnen mehr Sorgen macht, dass sie Handelsbeziehungen einbüßen könnten als ihnen der Schutz des Planeten und die Aufrechterhaltung der Walschutzgesetze Sorgen machen.

 

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