Viel Lärm um nichts
Die Australische Generalstaatsanwältin mobbt die Walschützer
Kommentar von Captain Paul Watson
Die australische Premierministerin und die australische Generalstaatsanwältin haben eine Riesenwelle darum gemacht, wieviel Geld die Bergung der drei Forest Rescue-Männer koste, die innerhalb der australischen Anschlusszone die Shonan Maru No. 2 geentert haben. Wenn man die beiden so darauf herumreiten hört, könnte man meinen, dies habe die Staatskasse geleert und der Steuerzahler solle sich in glühender Empörung aufbäumen gegen diese Verschwendung australischer Staatsgelder.
Selbstverständlich ist das alles eine scheinheilige Dämonisierung mit dem Ziel, das öffentliche Empfinden gegen die Protestaktion von Geoffrey Owen Tuxworth, Simon Peterffy und Glen Pendlebury zu richten.
Das ist natürlich alles politisches Getue. Premierministerin Julia Gillard und die australische Generalstaatsanwältin Nicola Roxon nutzen schlichtweg ihre Machtpositionen, um diese drei Bürger dafür zu mobben, dass sie es gewagt haben, ihrer Leidenschaft zum Schutz unserer Wälder und des marinen Ökosystems vor der Zerstörung Ausdruck zu geben.
Die Generalstaatsanwältin wurde heute in die „Name &aml; Shame“-Liste (in etwa: Liste der Namen und Schande, Anm.d.Ü.) der Finanzbehörde aufgenommen, weil sie es verfehlt hatte, ihre Ausgaben zu rechtfertigen. Es handelt sich hier um einen Betrag in Höhe von $ 190.500,00.
Was war das denn, Nicola? Die Bergungskosten für die drei australischen Bürger, die auf einem Schiff der Walfangflotte in australischen Hoheitsgewässern festgehalten wurden, betrugen „ein paar Hunderttausend Dollar“. Das scheinen ja nur ein paar Dollar weniger zu sein als der Betrag, den sie nicht nachweisen konnte.
Und natürlich ist da noch die Tatsache, dass eine Menge Geld aus diesem Versprechen eingespart wurde, weil die Ocean Protector eine ganze Reihe von Jahren im Hafen lag, während die Regierung doch ihr Versprechen gegeben hatte, den Walfang im Südpolarmeer zu überwachen. Also sollte man doch meinen, dass ein kleiner Prozentsatz dieser Einsparung auf irgendetwas verwendet werden könnte, was mit Walschutz zu tun hat, wie versprochen.
Die Generalstaatsanwältin sagte, die Ocean Protector sei von ihren Anti-Wilderei-Aufgaben abgezogen worden, um die Männer von dem japanischen Schiff zu bergen. Welche Anti-Wilderei-Aufgaben? Die Wilderer befinden sich im Südpolarmeer, fahren unter japanischer Flagge und morden Wale im antarktischen Walschutzgebiet und in territorialen Gewässern der australischen Antarktis.
Und was denkt die australische Bevölkerung wirklich darüber? Sind sie so empört, wie die Generalstaatsanwältin uns glauben machen möchte?
Die Abstimmung des ABC Radio vom 17.01.2012 ergibt etwas anderes:
ABC Nachrichten Radio Abstimmung über die Forest Rescue-Aktivisten
| Verrückte Störenfriede |
10.9% |
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| Helden |
72.6% |
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| Verbrecher |
3.1% |
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| Ambitionierte Gutmenschen |
13.4% |
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Die Politik ist der einzige Grund dafür, dass die Forest Rescue-Männer wegen der Bergungskosten von der Premierministerin und der Generalstaatsanwältin herausgegriffen wurden. Sie wollen diese Männer verteufeln und Sea Sheperd gleich mit, weil sie ihnen geholfen haben.
Die Regierung verlor damals kein Wort darüber, als der britische Segler Tony Bullimore 1997 für Kosten von nahezu 7 Millionen $ im Südpolarmeer gerettet wurde.
Bullimore hat seine Geschichte sogar für eine Million Pfund verkauft und der australischen Regierung keinen Penny für seine Rettung erstattet.
Die australische Meeressicherheitsbehörde hatte tatsächlich Folgendes dazu zu sagen, als Bullimore einen weiteren Regattaversuch im selben Südpolarmeer unternahm:
Die Sprecherin des Rettungskoordinationszentrums der australischen Meeressicherheitsbehörde, Tracey Higgins sagte, die Behörden vertrauten darauf, dass Mr. Bullimore für sein neuestes Abenteuer besser vorbereitet sei.
„Wie auch immer, es liegt bei ihm, zu entscheiden, ob es richtig oder falsch ist, das zu tun.“
Ms. Higgins sagte, die Behörde werde nicht zögern, Mr. Bullimore zu Hilfe zu kommen, wenn er das benötige.
„Wenn es ein Problem oder einen Zwischenfall gibt, oder er sich selbst in Schwierigkeiten bringt und er befindet sich innerhalb unseres Such- und Rettungsbereichs, dann werden wir darauf reagieren, wie wir es für jeden anderen auch tun würden.“
Ich stimme mit ihr überein. Letztes Jahr wandte Sea Shepherd drei Tage und $ 50.000 auf, um Überlebende einer Norwegischen Yacht zu suchen, die im Mc Murdo Sund verschollen war. Wir haben weder Entschädigung verlangt, noch Jammern und Wehklagen über die Kosten angestimmt.
Und die Generalstaatsanwältin hatte die Wahl. Sie hätte darauf bestehen können, dass das japanische Schiff die Männer nach Australien zurück bringt oder sie hätte sie veranlassen können, die Männer der Steve Irvin zu übergeben – ohne Kosten.
Statt dessen entschied sie sich für die kostspieligere Version.
2008 reiste die australische Marine 900 Meilen in den Süden von Perth (dieselbe Entfernung, die sie zur Bergung der drei Forest Rescue-Männer zurücklegten), um den französichen Segler Yan Elies zu retten. Da wurde kein Wort wurde über die Belastung des Steuerzahlers verloren.
1995 wurde die französische Seglerin Isabelle Autissier 900 Meilen südlich von Adelaide geborgen, als ihre Yacht während des BOC Wettstreits den Mast verlor. Auch hier keine Beschwerden seitens Canberra.
Es gab außerdem teure Rettungsaktionen von Fischern im Südpolarmeer.
Nun habe ich verstanden, dass Segler und Fischer an weit wichtigeren Aktivitäten beteiligt sind, als Wale zu retten oder die territoriale Souveränität Australiens zu schützen. Darum schätze ich, das ist die Erklärung, warum sie nicht aufgefordert wurden, dem australischen Steuerzahler die Kosten zu erstatten.
Und natürlich besteht ein weiterer großer Unterschied darin, dass diese Geldmittel für ausländische Segler aufgewendet wurden und nicht für Australier. Vielleicht müssen sich ja nur australische Bürger Sorgen machen, Maßregelungen unterworfen zu werden, wenn australische Steuerdollars ausgegeben werden.
Die Schlussfolgerung daraus ist, wenn die australische Regierung wirklich das getan hätte, was sie 2007 zu tun versprochen hat, dann hätte es keinerlei Grund gegeben, innerhalb australischer Hoheitsgewässer an Bord des japanischen Schiffes zu gehen. Und es bestünde auch nicht die Notwendigkeit, dass Sea Shepherd da unten im Südpolarmeer ist und das tut, was die Regierungen der Unterzeichnerstaaten für das internationale Umweltschutzrecht tun müssten.
Die Generalstaatsanwältin sollte sich hinsetzen und eine Liste erstellen, wofür sie die 190.500 $ ihrer Aufwendungen ausgegeben hat, ehe sie drei tapfere australische Helden dafür mobbt, dass sie den Mut hatten, illegale japanische Walfänger in australischen Gewässern herauszufordern.
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Besuche unsere Operation Divine WindSeite für mehr Information über unsere 2011-12 Walschutzkampagne in der Antarktis
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