Australische Demonstranten sicher auf ACV Ocean Protector übergeben
Die drei australischen Demonstranten an Bord des japanischen Schiffes Shonan Maru #2 sind am heutigen Abend erfolgreich an die ACV Ocean Protector übergeben worden und werden nach Australien zurückgebracht. Hier ist die Pressemitteilung des Büros der Generalstaatsanwältin, begleitet von Paul Watson's Antworten:
UNKLASSIFIZIERT
DIE EHRENWERTE PARLAMANTSABGEORDNETE NICOLA ROXON Generalstaatsanwältin
PRESSEMITTEILUNG
13. Januar 2012
AUSTRALISCHE DEMONSTRANTEN SICHER AUF ACV OCEAN PROTECTOR ÜBERGEBEN
Die drei australischen Demonstranten an Bord des japanischen Schiffes Shonan Maru #2 sind am heutigen Abend erfolgreich an die ACV Ocean Protector übergeben worden und werden nach Australien zurückgebracht.
Captain Paul Watson: Die Crews der Steve Irwin, Brigitte Bardot und Bob Barker begrüßen diese Nachricht.
Die drei Männer waren am Sonntag an Bord des japanischen Schiffs gegangen. Am Dienstag bestätigte die japanische Regierung, dass sie die Männer australischen Behörden übergeben werde.
Die Übergabe wurde unter Ausnutzung des Angebots der AVC Ocean Protector ausgeführt, mit der Shonan Maru No.2 Kontakt aufzunehmen. Der Übergabevorgang fand unter einverständlicher Mitwirkung aller Parteien statt.
Wie berichtet wurde, sind die Männer bei guter Gesundheit, sollen jedoch noch von einem Medizinerstab an Bord der ACV Ocean Protector untersucht werden.
Die Generalstaatsanwältin Nicola Roxon gab ihrer Hoffnung Ausdruck, die Männer würden sich über ihr Handeln Gedanken machen.
Captain Paul Watson: Ich bin sicher, sie werden sich Gedanken machen über den großen Erfolg für die Bewegung zum Schutz der Wale im antarktischen Walschutzgebiet. Diese Aktion hat die internationale Aufmerksamkeit auf die fortgesetzten illegalen Walfangaktivitäten Japans im Südpolarmeer gelenkt. Sie hat zudem die Untätigkeit der australischen Regierung in der Einhaltung ihrer Wahlversprechen aufgezeigt, entschlossen den Walfang zu bekämpfen. Die Aktion hat den Widerspruch dazu aufgezeigt, ein Walfangschiff unter Verletzung des australischen Bundesgerichtshof-Entscheids von 2008 in australische Gewässer hineinzulassen, der japanischen Walfangschiffen das Eindringen in australische Hoheitsgewässer untersagt. Zusätzlich hat die Aktion das japanische Sicherheitsteam zutiefst gedemütigt, weil sie drei unbewaffnete australische Staatsbürger an Bord des als Sicherheitsschiff der japanischen Walfangflotte ausgewiesenen Schiffes hatten. Es gibt eine sehr große Anzahl positiver Ergebnisse dieses Entervorgangs, über die sich diese Männer in der Tat Gedanken machen und darauf stolz sein können.
“Wir unterstützen friedlichen Protest, aber gefährliche Aktionen auf hoher See sind etwas ganz Anderes. Wir fordern nachdrücklich beide Seiten in dieser Auseinandersetzung dazu auf, die Gesetze zu beachten und bedachtsam zu handeln.“
Captain Paul Watson: Nicht ein einziges meiner Crewmitglieder hat ein Gesetz gebrochen, noch wurden wir im Verlauf der letzten acht Jahre wegen Gesetzesbruchs angeklagt. Pete Bethune handelte unabhängig, als er 2010 an Bord der Shonan Maru No. 2 ging und er enterte sie gegen meinen Rat, dies nicht zu tun. Wir sind nicht unten im Südpolarmeer, um gegen Walfang zu protestieren. Sea Shepherd ist keine Protestorganisation. Wir tun etwas gegen den illegalen Walfang, in Übereinstimmung mit der Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen. Die Japaner zielen im antarktischen Walschutzgebiet auf gefährdete und geschützte Wale ab, unter Verletzung des weltweiten Moratoriums für kommerziellen Walfang. Sea Shepherd geht einfach nur gegen kriminelles Handeln vor, weil die Unterzeichner der Abkommen die Bestimmungen nicht durchsetzen.
“Demonstranten müssen sich zukünftig darüber im Klaren sein, dass solche Aktionen zu Anklagen in anderen Ländern und möglichen Verurteilungen führen können.”
Captain Paul Watson: Wir waren uns immer der Risiken bewußt, die mit unseren Aktivitäten verbunden sind.
“Diese Mission zur Übernahme der drei Australier hat zudem den australischen Steuerzahler mit erheblichen Kosten belastet.“
Captain Paul Watson: Diese Kosten hätten vermieden werden können, wenn die Generalstaatsanwältin zuerst die Beweise in Augenschein genommen hätte, bevor sie die Japaner beim Wort nahm, dass sie nicht innerhalb der australischen Anschlusszone gewesen seien. Das GPS von Sea Shepherd konnte beweisen, dass die Shonan Maru No. 2 tatsächlich 16 Meilen vor der Küste geentert wurde. Die australische Regierung gestattete dem japanischen Schiff, die drei australischen Männer aus australischen Gewässern zu verschleppen. Sie wies Sea Shepherds Angebot zurück, die von der Shonan Maru No. 2 zu übergebenden Männer auf die Steve Irwin zu übernehmen, was gar nichts gekostet hätte. Diese Ausgaben waren überflüssig, doch die Entscheidung, so vorzugehen wie geschehen, lag bei der Generalstaatsanwältin. Zusätzliche Kosten entstanden durch die Weigerung der Shonan Maru No. 2, von der Verfolgung der Steve Irwin abzulassen.
“Die australische Regierung dankt Japan für seine Kooperation bei der Rückführung der australischen Staatsbürger.”
Captain Paul Watson: Australien sollte sich nicht bei Japan für dessen illegales Eindringen in australische Hoheitsgewässer und die Verschleppung australischer Staatsbürger aus australischen Gewässern bedanken. Ich bin sicher, hier handelt es sich gewiss um eine diplomatische Notwendigkeit.
“Die australische Regierung verurteilt weiterhin Japans Entscheidung zur Fortsetzung des sogenannten ‘wissenschaftlichen’ Walfangs im Südpolarmeer in diesem Sommer und wiederholt ihre Aufforderung an Walfangschiffe, Australiens Hoheitsgewässern und seiner Ausschließlichen Wirtschaftszone fernzubleiben.“
Captain Paul Watson: Es hat nicht den Anschein, als würden sie darauf hören. Japanische Walfänger verhalten sich, als könnten sie hinfahren wo immer sie wollen, wann immer sie wollen. Zwei Tage nach diesem Vorfall verfolgte die Yushin Maru die Bob Barker 4 Meilen vor der Küste von MacQuarie Island.
“Ich rufe diejenigen, die gegen den Walfang eintreten, auf, die von der australischen Regierung unternommenen gerichtlichen Schritte vor dem internationalen Gerichtshof zu unterstützen, bevor sie leichtsinnig das Recht in ihre eigenen Hände nehmen.“
Captain Paul Watson: Sorry, Frau Roxon, aber die Wale können nicht Jahre auf eine Lösung warten. Wenn Australien eine Unterlassungsverfügung anstreben wollte, dann wird sich Sea Shepherd zurückziehen. Jedoch nimmt Sea Shepherd nicht irgendein Recht in die eigenen Hände. Wir gehen lediglich in Übereinstimmung mit der Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen gegen internationale Umweltverbrechen vor. Wir tun das bereits seit acht Jahren, ohne eine einzige Verletzung verursacht oder erlitten zu haben. Wir sind nicht leichtsinnig. Wir sind verantwortungsvoll und wir tun etwas, was sonst niemand tut – wir retten Wale. 858 in der letzten Saison, 525 in der vorigen Saison und 483 in der Saison davor.
Die ACV Ocean Protector kehrt nun nach Albany, Westaustralien zurück, nachdem die Übergabe erfolgreich durchgeführt wurde. Zoll und Grenzschutz erwarten, dass der Transit, abhängig vom Wetter, etwa drei Tage in Anspruch nehmen wird.
Captain Paul Watson: Unsere Förderer in Albany werden sie sicher herzlich willkommen heißen.
Für alle Medienanfragen kontaktieren Sie bitte das Büro der Generalstaatsanwältin unter 0409 945 476
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