Heimkehr von hoher See. Heimkehr zu den Bäumen
Die Forest-Rescue-Aktivisten kehren heim
Bericht von Jeff Hansen
Forest Rescue-Crew: Geoffrey Tuxworth, Glen Pendlebury, und Simon Peterffy Um zwölf Uhr westaustralischer Zeit (AWST) kehrten Geoffrey Owen Tuxworth (47) aus Perth, Simon Peterffy (44) aus Bunbury und Glen Pendlebury (27) aus Fremantle an Bord des Zollschiffs Ocean Protector in das westaustralische Albany zurück. Neun Tage zuvor hatten sie die Shonan Maru #2 geentert, zum einen, um für die Vorgänge zu sensibilisieren, zum anderen, um der Steve Irvin den Freiraum für ihre Spürjagd nach der Nisshin Maru zu verschaffen.
Simon Peterffy war es leider nicht möglich, seine beiden Mitstreiter weiter zu begleiten. Unmittelbar nach seiner Ankunft war er wegen einer ausstehenden Haftstrafe festgenommen worden, die mit seiner Forest Rescue-Aktion zur Rettung der letzten Bestände westaustralischen Urwaldes zusammenhängt.
Simon Peterffy steht seit Jahren an vorderster Front im Kampf für die Erhaltung Australiens wunderschöner Urwälder sowie den Schutz des vom Aussterben bedrohten Weißschwanz-Rußkakadu, dessen entscheidender Lebensraum in einem alarmierenden Maße dezimiert wurde. Simon setzt sich leidenschaftlich für den Erhalt der Naturschönheiten unserer Erde ein, um dafür zu sorgen, dass seine Kinder und all unsere Kinder auch weiterhin in einer Welt mit Walen, gesunden Meeren und unberührten Wäldern leben können. Er legt ein enormes Engagement an den Tag, um für uns Menschen eine Zukunft auf diesem Planeten zu ermöglichen. Diesen Mann hätte man nie ins Gefängnis werfen dürfen. Stattdessen sollte man ihn zum Helden küren für seinen Einsatz zum Schutz der großen Wale, der lebensspendenden Ozeane und der Urwälder – eigentlich die Aufgabe unserer Regierungen. Das wäre die wirkliche Grundlage für die Zukunft unserer Kinder, statt reiche Handelspartner wie Japan bei Laune zu halten.
Sea Shepherd und Forest Rescue haben einen Plan erarbeitet, um diesen Öko-Krieger Simon frei zu bekommen.
Schließlich trat Simon durch das Gefängnistor und wurde mit vielen Umarmungen und einem Kuss seines Partners Panda begrüßt. Obwohl er durch den Hungerstreik recht abgemagert aussah, war ihm doch die Begeisterung anzusehen, wieder zurück an Land zu sein, ganz offiziell.
Simon erklärte, als er und die Jungs vor der Westaustralischen Küste an Bord gingen, seien sie beinahe von einem gewaltigen, ein auf ein Meter großen Eisklotz getroffen worden, den die Crew der Shonan Maru No. 2 auf sie geworfen hatte. Man würde ja annehmen, dass die mit einem Budget von $28 Millionen Dollar etwas anspruchsvoller wären, als auf Eiszeit-Waffen zurückzugreifen. Sie leisteten den Japanern keinen Widerstand und wurden umgehend in den Krisenraum gebracht, wo sie gute 24 Stunden zum Verhör saßen, bis ihnen erlaubt wurde, sich mit ein paar Decken auf den Boden zu legen und ein wenig zu schlafen.
Sie wurden anschließend in eine zwei mal zwei Meter große Kabine mit einem Einzel- und einem Stockbett gebracht, in dem sich ununterbrochen zwei Wachmänner aufhielten. In dieser Kabine hielten sie sich durchgehend über sechs Tage auf und durften lediglich zur Toilette, jedoch nicht auf das Schiff hinaus. Kleidung wurde ihnen zur Verfügung gestellt. Simon sagte, im Großen und Ganzen seien sie gut behandelt worden.
Simon hatte außerdem den Eindruck, dass die Japaner sehr beeindruckt waren, wie sie sich hielten, indem sie ruhig blieben und sich ihren Geiselnehmern gegenüber respektvoll verhielten.
Auf die Frage, ob sie das nochmal tun würden, sagten Simon und die Jungs “sofort”.
Die australische Regierung hat noch keinen der Telefonanrufe von Sea Shepherd beantwortet und fährt fort, Sea Shepherd mithilfe des Steuerkosteneinsatzes für die Rückholung dieser tapferen Männer zu attackieren. Dabei haben diese die Arbeit der Regierung gemacht. Sea Shepherd möchte erneut darauf hinweisen, dass am 11. Januar 2012 Sea Shepherd via Jeff Hansen sowohl das Büro des Umweltministers Tony Burke als auch das Büro der Generalstaatsanwältin anrief und eine Lösung anbot, die den australischen Steuerzahler gar nichts gekostet hätte. Die gebotene Lösung war, Sea Shepherd die Genehmigung zur Durchführung der Übernahme zu erteilen. Außerdem wären die Kosten weit geringer gewesen, wenn die australische Regierung gehandelt hätte, als sich die Männer noch in der Anschlusszone vor Bunbury, Westaustralien befanden und nicht bereits in internationalen Gewässern, weil das Zollschiff damals ganz in der Nähe war. Niemand scheint ein Problem damit zu haben, einem havarierten Boot zu Hilfe zu eilen, das versucht, irgendeinen Weltumsegelungs-Rekord zu brechen, da werden keine Steuerkosten gespart. Man müsste doch annehmen, dass der Schutz der prachtvollen Wale, die an unseren Küsten vorüberziehen und eine unersetzliche Rolle für die Gesunderhaltung unserer Ozeane spielen, ein weit bedeutenderer Anlass wären.
Um das in’s richtige Licht zu rücken, die australische Regierung gab Millionen von Dollar für die Rettung eines britischen Seglers namens Tony Bullimore aus, der 2007 versuchte, mit der Überquerung des Südpolarmeers einen Weltrekord aufzustellen.
Dieser unfähige Segler wurde während seines Weltrekordversuchs mit einem Kosten aufwand von $7 Millionen Dollar gerettet und nicht ein einziges Mal hat sich die australische Regierung über die Rettungskosten beklagt. Tatsächlich hatte die australische Meeressicherheitsbehörde folgendes als Antwort parat:
Die Sprecherin des Koordinationszentrums der australischen Meeressicherheitsbehörde Tracey Higgins sagte, die Behörden hätten darauf vertraut, dass Mr. Bullimore für sein jüngstes Abenteuer besser vorbereitet wäre.
“Wie auch immer, es liegt bei ihm, zu entscheiden, ob es richtig oder falsch ist, das zu tun.”
Ms. Higgins sagte, die Behörde werde nicht zögern, Mr. Bullimore zu Hilfe zu kommen, wenn er das benötige.
“Wenn es ein Problem oder einen Störfall gibt, oder er selbst in Schwierigkeiten gerät und er sich innerhalb unseres Such- und Rettungsgebiets befindet, dann werden wir so darauf reagieren, wie wir das mit jedem anderen auch tun würden“, sagte sie.
Selbstverständlich hat Mr. Bullimore nicht versucht, gefährdete Kakadus oder Wale zu retten. Er war kein Australier und da er Brite ist, wird erwartet, dass Australien für seine Rettung keine Kosten scheuen würde.
Mr. Bullimore verkaufte seine Geschichte für eine Million Pfund, dennoch erstattete er Australien nichts. Im Gegensatz dazu brachte Premierministerin Gillard vor, dass die Walschützer gezwungen werden sollten, der australischen Regierung die Kosten ihrer Bergung zu erstatten, und das obwohl Sea Shepherd einen kostenlosen Alternativplan für ihre Bergung angeboten hatte.
Simon, Glen und Geoffrey von Forest Rescue empfinden all die Unterstützung, die sie erhalten haben, als zuviel der Ehre, besonders, wie sich Sea Shepherd, Forest Rescue, die Grünen via Bob Barker und all ihre Unterstützer bemüht haben, sie frei zu bekommen.
Sie sind sehr glücklich zu vernehmen, dass ihre Aktion maßgeblich etwas für Operation Divine Wind zum Schutz der Großwale bewirkt hat.
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Besuche unsere Operation Divine WindSeite für mehr Information über unsere 2011-12 Walschutzkampagne in der Antarktis
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