Sea Shepherd DE

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DIE GESCHICHTE VON SEA SHEPHERD

An der Frontlinie des Meeresschutzes durch direkte Aktionen

Eine kurze Übersicht

Die Sea Shepherd Conservation Society wurde offiziell im Jahre 1981 im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon gegründet. Zuvor wurde die Idee von Sea Shepherd jedoch schon 1977 geboren, als Kapitän Paul Watson die Earth Force Gesellschaft im kanadischen Vancouver, BC gründete. Der ursprüngliche Auftrag beider Organisationen war der Schutz von Meeressäugern mit dem unmittelbaren Ziel illegale Wal- und Robbenfangaktivitäten zu beenden. Später weitete Sea Shepherd seinen Aufgabenbereich auf alle Meeresbewohner aus.

1978 kaufte Sea Shepherd mit der Hilfe von Cleveland Amory (Gründer und Präsident des Fund for Animals) sein erstes Schiff (einen britischen Trawler namens Westella), welches dann in Sea Shepherd umbenannt wurde. Seine erste Mission war eine Fahrt in die Eisschollen von Ostkanada, um das jährliche Abschlachten von jungen Sattelrobben zu stören. Im gleichen Jahr rammte die Sea Shepherd den berüchtigten und erfolgreichen Piratenwalfänger Sierra und brachte ihn in einem portugiesischen Hafen zur Strecke. Seine niederträchtige Karriere als Geißel der Meere war damit beendet.

Seit dieser Anfangszeit hat sich Sea Shepherd auf über 200 Reisen begeben und hat dabei auf vielen Weltmeeren schutzlose Meeresbewohner verteidigt und gerettet.

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Chronologie

1977

 

April: Paul Watson und Greenpeace gehen fortan getrennte Wege.

 

Juni: Watson gründet in Vancouver, Kanada, die Earthforce Environmental Society. Die Mitbegründer von Earthforce sind Starlet Lum, Ron Precious und Kapitän Al „Jet“ Johnson (Mitbegründer von Greenpeace). Die Earthforce Environmental Society ist ein Vorgänger der Sea Shepherd Conservation Society.

 

1978

 

Februar: Paul Watson leitet die erste Earthforce Kampagne. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Elefanten in Ost-Afrika vor Wilderern zu schützen und den Elfenbeinhandel, sowie auch die Wilderei selbst zu untersuchen. Die Kampagne erstreckt sich über Kenia, Tansania, Somalia, Uganda und den Sudan. Die Gruppe besteht aus sechs Leuten, unter anderem Jet Johnson, Dr. Bruce Bunting und Cliff Ward. Sie nimmt an Patrouillen gegen die Wilderei teil und interviewt Wächter und Ranger. Earthforce erstellt einen Bericht über diese Untersuchungen und legt ihn dem Kongress der Vereinigten Staaten vor, um einen Gesetzentwurf zu unterstützen, der Elefantenwilderei verbietet.

September: Watson trifft sich mit Cleveland Amory von The Fund for Animals. Cleveland sagt zu, den Kauf eines Schiffes für eine Kampagne gegen die kanadische Robbenjagd zu sponsern.

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Paul Watson trifft sich mit Marlene Lakin
(die Toronto Vertreterin des FfA) und Cleveland Amory im New Yorker Büro des Fund for Animals(1979).

November - Dezember 1978: Mit finanzieller Unterstützung des Fund for Animals und der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) nimmt Watson den britischen Schleppnetzfischer Westella in Besitz und benennt das Schiff in Sea Shepherd um. Paul und eine kleine Gruppe freiwilliger Helfer verbringen zwei Monate damit, das Schiff zu reparieren, auszurüsten und zu streichen, um es für die Überführung in die Vereinigten Staaten vorzubereiten. 

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1979

 

Januar: Die Jungfernfahrt der Sea Shepherd unter dem Kommando von Watson ist eine zweiwöchige Reise über den Atlantik. Das Schiff läuft Mitte Januar im Hafen von Boston ein. Zwei Fischer, die angeheuert wurden, bei der Überfahrt des Schiffes mit zu helfen, haben versucht, es zu sabotieren. Beide Männer werden verhaftet und von Bord abgeführt. Die Crew beginnt damit, das Schiff für die erste Sea Shepherd Kampagne vorzubereiten.

 

1979 1979 Seal spraying red dyeMärz: Die Sea Shepherd ist das erste Schiff, das zum Schutz der Robben ins Eis fährt. Ihre Besatzung rettet über tausend Robbenbabys an der kanadischen Ostküste, indem sie deren weißen Pelz mit einem unlöslichen ökologischen Färbemittel besprüht, um es aus kommerzieller Sicht heraus wertlos zu machen. Watson und seine Crew besprühen auf diese Weise Farbe auf über 1000 Robben, bevor sie verhaftet werden.

Für mehr Bilder von dieser Kampagne, besuche die Sea Shepherd Seal Campaign History Seite.

 

April: Die Sea Shepherd verlässt Boston in Richtung Bermudas, um eine Kampagne vorzubereiten, die das Ziel hat, den Piratenwalfänger Sierra zu zur Strecke zu bringen. In den frühen 1970ern wurde es diesem Tötungsschiff zugeschrieben, beinahe die gesamte Buckelwalpopulation in der Karibik zerstört zu haben – trotz eines internationalen Verbots des kommerziellen Walfangs).

Juni: Die Sea Shepherd kehrt von den Bermudas nach Boston zurück, um eine Crew für die Jagd auf die Sierra zusammen zu stellen.

1979 SIERRAJuli: Nachdem die internationale kriminelle Vereinigung, die die Aktivitäten des Piratenwalfangschiffes Sierra finanzierten, erfolgreich unterwandert wurde, stößt Kapitän Paul Watson mit der Sea Shepherd in See, um die Sierra zur Strecke zu bringen. Er findet das berüchtigte Walfangschiff in portugiesischen Gewässern auf. Am 16. Juli rammt er das Schiff zwei Mal und setzt es so außer Gefecht. Die Sierra schleppt sich in noch in das Hafenbecken von Leixões, Portugal, während sich die Sea Shepherd der portugiesischen Marine stellt. Der Vorfall schafft es international auf die Titelseiten und wirft Licht auf die dunklen Machenschaften der weltweiten illegalen Walfänger, sowie deren Verbindung zu Japan und Norwegen. Der Hafenkapitän bestimmt, dass es für den Angriff auf den illegalen Walfänger zu keinerlei Anklage gegen Kapitän Watson kommen wird.

November: Kapitän Watson reist nach Lissabon, nur um zu entdecken, dass die Sierra dort im Hafen repariert wird. Auch muss er erfahren, dass es eine Anweisung gibt, die Sea Shepherd zu beschlagnahmen – ohne Anklage, eine Anhörung vor Gericht oder die Möglichkeit einer Verteidigung. Dies ist die Entscheidung eines portugiesischen Richters der von der Sierra Trading Company bestochen wurde. Ein Antrag auf Berufung wird abgelehnt.

Für mehr Bilder von dieser Kampagne, besuche die Sea Shepherd Whale Campaign History Seite..

Dezember: Kapitän Watson und seine Crew gehen am Weihnachtstag an Bord der Sea Shepherd und müssen feststellen, dass die portugiesischen Behörden das Schiff ausgeschlachtet hat. Um zu verhindern, dass das Schiff an die Sierra Trading Company übergeben wird, versenken Kapitän Watson und Chefingenieur Peter Woof die Sea Shepherd am Silvesterabend im Hafen von Leixões.

 

1980

 

1980 whales SSCS history sierra5 damage2Februar: Die Sierra Trading Company wendet über eine Million US-Dollar dafür auf, die Sierra zu reparieren. Ihr Eigner, Andrew Behr, schmiedet Pläne, das Walfanggeschäft ab Mitte Februar wieder auf zu nehmen. Seine Pläne werden durchkreuzt als zwei Männer und eine Frau in der Stille der Nacht des sechsten Februars in die schwarzen Wasser des Lissabonner Hafenbeckens tauchen. Die Sierra wird versenkt, ohne die Besatzung dabei zu verletzen. Die Karriere des ruchlosesten Walfängers der Welt ist damit ein für alle Mal beendet.

März: Um die Sea Shepherd Crew davon abzuhalten, zur Robbenjagd 1980 wiederzukommen, wird Kapitän Watson am ersten Tag der Jagdsaison zu einer 1980 whales SSCS history 1980 Ibsa II sunkGefängnisstrafe von 10 Tagen verurteilt, da er sich 1979 ohne amtliche Erlaubnis der Robbenjagd genähert hatte. Außerdem wird er für eine Dauer von drei Jahren von den Eisfeldern und den Robbenfanggebieten verbannt.

April: Am 28. April werden die Walfänger Ibsa I und Ibsa II in Vigo, Spanien, versenkt. Durch das Versenken werden die Verletzungen der Fangquoten durch die spanische Walfangflotte geahndet. Im selben Monat hängt der Sea Shepherd Vertreter Jet Johnson überall im Hafenviertel von Las Palmas auf den Kanaren Fahndungsplakate auf. Sea Shepherd bietet eine Belohnung von 25.000 US-Dollar für den illegalen Walfänger Astrid. Die Eigner der Astrid können daraufhin ihrer eigenen Besatzung nicht mehr trauen und geben das Schiff auf.

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September: Als Reaktion auf die weltweite Berichterstattung über das Versenken der illegalen Walfänger in Spanien und Portugal, versenkt die Marine Süd Afrikas die Susan und die Theresa, nachdem sie diese von den Eignern der Sierra beschlagnahmt hatte. Sämtliche illegalen Walfangaktivitäten im Atlantik hören damit auf.

Oktober: Kapitän Watson bietet Warner Brothers die Filmrechte der Geschichte von Sea Shepherd und der Sierra an und sammelt genug Geld, um einen neuen Yorkshire Schleppnetzfischer in Britannien zu kaufen. Der Schleppnetzfischer St. Giles wird in Sea Shepherd II umbenannt. Das Schiff wird für Reparaturen und Ausbesserungen von Hull nach Greenock, Schottland, verlegt.

1981

 

März: Kapitän Watson verstößt gegen seine Bewährungsauflagen, indem er eine Gruppe von drei Seekajaks in den Sankt-Lorenz-Golf führt. Hunderte von Robben werden mit unschädlicher blauer Farbe besprüht. Watson widersetzt sich dem Versuch Kanadas, ihn zu verhaften. Seine Verurteilung von 1980 wird später nach Berufung wieder aufgehoben.

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6. April 1981: Die Sea Shepherd Conservation Society wird im Staat Oregon als gemeinnützige Organisation registriert.

 

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Mai: Die Sea Shepherd II bricht zu ihrer ersten Reise auf, einer Atlantiküberquerung nach Alexandria, Virginia, um im Folgenden eine Kampagne zum Schutz von Grauwalen in Sowjet-Sibirien vorzubereiten

Juni: Auf dem Weg nach Los Angeles und Vancouver, wo die illegale Jagd auf Grauwale publik gemacht werden soll, durchfährt die Sea Shepherd II das erste Mal den Panamakanal.

 Juli - August: Vor der Küste Sibiriens dokumentiert die Sea Shepherd II illegale sowjetische Walfangaktivitäten und wird daraufhin von der sowjetischen Marine verfolgt. Kapitän Watson kehrt mit Beweisen für die sowjetischen Verstöße in die USA zurück. Diese Beweise legt er dem Kongress vor.

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September - Dezember: Die Sea Shepherd II ankert an Pier 70 in Seattle, um für die eigene Sache zu werben und Spendengelder aufzubringen. Im Dezember fährt das Schiff weiter nach Los Angeles.

 

1982

 

Januar: Die Sea Shepherd II verlässt Los Angeles Richtung Honolulu, Hawaii, um Vorbereitungen für eine Kampagne zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen vor der japanischen Insel Iki zu treffen.

März: Um eine direkte Konfrontation mit der Besatzung der Sea Shepherd II zu vermeiden, lädt die japanische Regierung Kapitän Watson nach Iki ein, um vor Ort mit den Fischern zu verhandeln. Kapitän Watson wird begleitet von American Airlines Kapitän Jet Johnson, Air France Flugbegleiterin Mina Fukuda, die als Übersetzerin fungiert, sowie Filmemacher Peter Brown. Nach dreitägigen Verhandlungen, stimmten die Fischer von Iki dem Ende des Delfinabschlachtens zu.

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Mai: Kapitän Watsons Buch Sea Shepherd, My Fight for Whales and Seals wird bei W.W. Norton veröffentlicht. Es wurde zusammen mit dem berühmten Journalisten Warren Rogers geschrieben. Das Vorwort stammt von Cleveland Amory.

1982 Book Sea ShepherdMai: Irische Sea Shepherd Besatzungsmitglieder schlagen auf den Inishkea Inseln in der Irischen See ein Lager auf, um das Töten von Kegelrobben durch irische Fischer zu verhindern. Die Crew schläft zwischen den Robben und stört so jeglichen Versuch, diese zu töten.

Juni: Die Sea Shepherd II kehrt nach Seattle, Washington, und Vancouver, Kanada, zurück, um eine Kampagne zum Schutz der Robben an Kanadas Ostküste vorzubereiten.

September: Kapitän Watson und Mannschaftsmitglied Tate Landis durchschwimmen erfolgreich die Straße von Georgia von Nanaimo auf Vancouver Island nach Jericho Beach in Vancouver. Diese 56 Kilometer lange Strecke ist nie zuvor erfolgreich schwimmend bewältigt worden. Das Schwimmen wurde veranstaltet, um Aufmerksamkeit auf die kanadische Robbenjagd zu lenken.

September: Kapitän Jet Johnson (ein ehemaliger Canadian Air Force Kampfpilot) fliegt Paul Watson und Carroll Vogel bis vor die Küste von Washington State, um dort sechzehn große, mit roter Farbe gefüllte Glühbirnen auf das Deck eines sowjetischen Spionageschiffs zu werfen. An jede Birne ist eine Nachricht in russischer Sprache geheftet, die gegen das illegale Töten von Walen durch die Sowjets protestiert. Ein US amerikanisches Kampfflugzeug verfolgt den Sea Shepherd Flieger aber Kapitän Johnson entkommt, indem er dicht über den Wellen bis in den kanadischen Luftraum hineinfliegt. Obwohl er nicht der Pilot war, wird Paul Watson als einziger der drei verhaftet. Er wird für gefährdende Handlungen mit einem Flugzeug angeklagt. Die Anklage wird fallen gelassen, als die Russen nicht zur Zeugenaussage erschienen.

Oktober: Die irische Robbenjagd wird beendet. Dir Regierung von Irland legt fest, dass die Kegelrobbenjagd in der Irischen See aufhören muss. Ein klarer Sieg für die Aktivisten von Sea Shepherd.

November: Sea Shepherd Mitglieder in Schottland unterbinden das Töten von Kegelrobben auf den schottischen Orkneys. Die Sea Shepherd Crew entreißt den Jägern die Gewehre und verhindert mit direktem physischem Einsatz das Landen der Boote an den Kolonien. Der Sea Shepherd Islands Trust wird etabliert und erwirbt die Orkney-Insel Green Holm. Sobald die Insel gekauft ist, wird sie zu einem Schutzgebiet für Kegelrobben gemacht.

Dezember: Die Sea Shepherd fährt von Vancouver nach Grenada in die Karibik, um die Insel mit Bibliotheksbeständen, sowie landwirtschaftlichen und medizinischen Gütern zu versorgen. Auf dem Weg macht das Schiff Zwischenstation in Coos Bay (Oregon), San Francisco, Los Angeles und Laguna Beach.

 

1983

 

Januar: Die Sea Shepherd II durchfährt zum zweiten Mal den Panamakanal, nun auf dem Weg nach Grenada. Das Schiff liefert Hilfsgüter nach St. George's, Grenada, und fährt weiter in Richtung Portland, Maine.

Januar: Die Besatzung der Sea Shepherd II, die Zeuge der beklagenswerten Zustände im Zoo von St George’s geworden ist, dringt nachts in den Zoo ein und befreit alle Primaten. Jeder der Affen wird betäubt und in den Dschungel der Insel freigelassen. Kapitän Watson reagiert auf die Kritik an der Befreiungsaktion mit der Aussage, dass es nicht Sea Shepherd war, das die Affen auf die Insel gebracht hat und dass seine Mannschaft nicht tatenlos herumsitzen und zuschauen würde, wie Tiere missbraucht werden, ohne deren Leiden zu mindern. „Außerdem,“ sagte er „können diese Primaten der Insel unmöglich mehr schaden, als es der Primat Homo Sapiens bereits getan hat.“

 Februar: In Portland, Maine, unterläuft die Sea Shepherd II die letzten Vorbereitungen für die anstehende Robbenkampagne. Kapitän Watson tritt in der Today Show auf und diskutiert mit Jim Winters von der kanadischen Regierung.

1983 Patrolling the HarborMärz: Die Sea Shepherd II blockiert der Hafen von St. John's, Neufundland, und hält die kanadische Robbenfängerflotte zwei Wochen lang davon ab, auszulaufen. Die Sea Shepherd II fährt daraufhin weiter zum Sankt-Lorenz-Golf und eskortiert vier Robbenfängerschiffe weg von den Aufzuchtgründen der Sattelrobben.

April: Im Golf von St. Lorenz begleitet die Sea Shepherd II drei weitere Robbenfängerschiffe weg von der Kinderstube der Sattelrobben. Die RCMP (Royal Canadian Mounted Police) und die kanadische Küstenwache rammen und entern die Sea Shepherd II bei einem Tränengasangriff im eisigen Norden von Nova Scotia.

Kapitän Watson und 19 Crewmitglieder werden auf der Sea Shepherd II festgesetzt und angeklagt, eine Verschwörung mit der Absicht begangen zu haben, den Seal Protection Act zu verletzen (durch das Annähern an eine Robbenjagd bis auf eine halbe Meile und das Stören des Robbentötens).

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Juni: Die Sea Shepherd Crew wird in Perce, Quebec, vor Gericht gestellt und dafür verurteilt, den Seal Protection Act verletzt zu haben. Wie sehr die politischen Strukturen die Robbenjagd schützen, äußert sich in der Schwere der verhängten Strafen. Kapitän Watson wird für die Organisation einer Verschwörung mit der Absicht, den Seal Protection Act zu verletzen, zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt. Er erhält weite sechs Monate Haft dafür, den Seal Protection Act verletzt zu haben, indem er sich einer Robbenjagd bis auf mehr als eine halbe nautische Meile näherte. Zusätzlich zu diesen 21 Monaten Haft wird Kapitän Watson dazu verurteilt, 75.000 Dollar Strafe zu zahlen. Die Sea Shepherd II wird konfisziert. Kapitän Watson wird auch untersagt innerhalb der nächsten drei Jahre mit irgendeinem Journalisten auf der Welt über das Vorgefallene zu sprechen. Auch wird bestimmt, dass Kapitän Watson für eine Dauer von drei Jahren die fünf östlichen Provinzen Kanadas nicht betreten darf. Der Maschinist Paul Pezwick erhält eine siebenmonatige Gefängnisstrafe und muss eine Geldstrafe von 7.000 Dollar zahlen. Alle weiteren Mannschaftsmitglieder werden jeweils zu Strafzahlungen von 3.000 Dollar verurteilt.

Dezember: In Quebec werden Kapitän Watson und Mechaniker Paul Pezwick am 20. Dezember ins Gefängnis beordert, um ihre Haftstrafe zu beginnen. Das Berufungsgericht von Quebec lässt beide Männer aufgrund der schwebenden Berufungsverfahren neun Tage später wieder frei.

 

1984

Januar: Das Berufungsgericht von Quebec entscheidet zugunsten von Kapitän Watson und der Mannschaft der Sea Shepherd II. Die Urteile des untergeordneten Gerichts werden annulliert und die Strafen aufgehoben. Die kanadische Regierung legt vor dem Obersten Gerichtshof des Landes Beschwerde gegen das jüngste Urteil des Berufungsgerichts von Quebec ein, was die weitere Beschlagnahmung der Sea Shepherd II zu Folge hat. Das Schiff wird von Charlottetown, Prince Edward Island, nach Halifax, Nova Scotia, verlegt und unter die Aufsicht der kanadischen Marinebasis gestellt.

Februar: Ohne ein Schiff sind Kapitän Watson und seine Mannschaft gezwungen, an Land zu bleiben. Doch davon lässt Kapitän Watson sich nicht abschrecken und startet eine landbasierte Kampagne zum Schutz der Wölfe. Er gründet die Gruppe Friends of the Wolf und organisiert eine medienwirksame Aktion gegen das Abschießen von Wölfen aus der Luft im nördlichen British Columbia. In der lebensfeindlichen Stadt Fort Nelson hält Kapitän Watson eine Pressekonferenz und debattiert mit 400 Jägern und Fallenstellern in hitzigen Diskussionen, die es immerhin in die landesweiten Nachrichten schaffen.

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Als Watson in Fort Nelson landet, sind die Medien
(Moira Farrow von der Vancouver Sun)
schon da,
um ihn zu begrüßen.
1984 wolf pw
Ein Fallensteller betritt den Raum der Pressekonferenz
und
wirft zwei tote Wölfe auf den Boden. Hier sagt er zu
Watson:
,,Was denkst du über dieses Ar...loch?”
Watson antwortet:
,,Ich denke, du hast gerade den Krieg verloren,
Idiot.“

Kapitän Watson und Robert Hunter veröffentlichen Cry Wolf!. Das Buch handelt von den Anti-Wolfsjagd-Kampagnen und legt die Korruption offen, die hinter den Regierungsprogrammen zur Ausrottung der Wölfe in British Columbia steht. Das Vorwort des Buches stammt vom ehemaligem Umweltminister der Provinz, Rafe Mair.

Die Publicity, die die Wolfkampagne hervorruft, zwingt den aktuellen Umweltminister von British Columbia, Anthony Brummett, zum Rücktritt, nachdem Watson ihn öffentlich der Korruption bezichtigt.

 

1985

April: Der Oberste Gerichtshof Kanadas bestätigt das Urteil des Berufungsgerichts von Quebec. Das Gericht bestimmt die Rückgabe der Sea Shepherd II an Sea Shepherd. Kapitän Watson rekrutiert eine neue Mannschaft Freiwilliger, um das Schiff zu reparieren und für die anstehende Atlantiküberquerung nach Europa vorzubereiten.

Mai: Aufgrund der Schäden, die die Sea Shepherd II während ihrer 22monatigen „Schutzhaft“ erlitten hat, erhebt die Sea Shepherd Conservation Society eine Schadensersatzklage gegen die kanadische Regierung.

Juli: Die Sea Shepherd II verlässt Halifax und macht wegen zusätzlicher Reparaturen Halt in St. Pierre und Miquelon bevor sie nach Island weiterfährt. In Island übermittelt die Sea Shepherd II eine Warnung an die isländische Regierung, illegale Walfangaktivitäten zu unterbinden und sich an die Richtlinien der International Whaling Commission zu halten. Als er von einer isländischen Zeitung gefragt wird, was Sea Shepherd tun würde, wenn Island nicht nachgäbe, antwortet Kapitän Watson, dass Sea Shepherd in diesem Falle die isländische Flotte versenken würde. Die Sea Shepherd II wird daraufhin unter polizeiliche Aufsicht gestellt. Der Besuch in Reykjavík ist jedoch nur Ablenkung. Die Crew der Sea Shepherd II ist zur gleichen Zeit damit beschäftigt, den Hafen von Hvalfjörður zu sondieren und den Standpunkt der Walfverarbeitungsanlage zu bestimmen.

August: Die Sea Shepherd II verlässt Island und begibt sich zu den Färöer-Inseln, die einen selbstständigen Staat innerhalb Dänemarks darstellen, um hier gegen das Abschlachten von Grindwalen vorzugehen. Kapitän Watson und seine Mannschaft treffen den Reichsombudsmann (d.i. höchster Mann der Insel) und warnen ihn, dass die Sea Shepherd Conservation Society eine Kampagne gegen das Abschlachten der Grindwale auf den Färöern in Gang setzen wird.

September bis Dezember: Die Sea Shepherd II verlässt die Färöer-Inseln Richtung London, England. Das Schiff wird für eine gemeinsame Hilfslieferung mit Band Aid nach Äthiopien ausgerüstet. Kapitän Watson und Bob Geldof hatten bereits Jahre zuvor für dieselbe alternative Zeitung, die Georgia Straight gearbeitet. Mit Genehmigung der Handelskammer wird die Sea Shepherd II mit einer Ladung von Dieselfässern beladen, die an die Hilfskonvois nach Äthiopien geliefert werden sollen.

Dezember: Nachdem sie London verlassen hat, wird die Sea Shepherd II von der britischen Handelskammer angewiesen, im Hafen von Brest, Frankreich, einzulaufen. Die Handelskammer hat inzwischen einen bürokratischen Sinneswandel vollzogen und nun bestimmt, dass die Sea Shepherd II kein registriertes Frachtschiff sei und daher keine Hilfsgüter transportieren dürfe. Das Schiff wird nach Plymouth zitiert, um dort die Ladung zu löschen. Als Kapitän Watson die Handelskammer fragt, ob man keine Ausnahme für humanitäre Hilfsaktionen machen könne, antwortet der verantwortliche Bürokrat, dass grundsätzlich keine Ausnahmen genehmigt würden. Kapitän Watson erinnert ihn daran, dass die Schiffe, die im Zweiten Weltkrieg die britischen Soldaten aus Dieppe zurück nach Britannien brachten, ebenfalls nicht als Passagierschiffe ausgewiesen waren. Der Bürokrat antwortet, dass wenn er damals das Sagen gehabt hätte, sie keine Erlaubnis dafür erhalten hätten, Passagiere ohne die notwendige Befugnis zu befördern.

 

1986

 

Juni: Die Sea Shepherd II fährt von Plymouth nach Malmö, Schweden, um an einem Treffen der International Whaling Commission (IWC) teilzunehmen.

 

Juli: Die Sea Shepherd II verlässt Malmö in Richtung der Färöer-Inseln, um die dortige Jagd auf Grindwale zu dokumentieren und zu behindern. Kapitän Watson schickt eine Gruppe von fünf Mannschaftsmitgliedern los, um sich mit der Regierung zu treffen. Alle fünf werden ohne Anklage festgesetzt. Die Sea Shepherd II weigert sich, die färöerischen Gewässer zu verlassen, bis sich die Crew wieder auf freiem Fuß befindet. Die Färöer reagieren hierauf mit Gewehrfeuer und Tränengras. Eine Kugel schlägt nur Zentimeter neben Kapitän Watsons Kopf in das Schiff ein. Augenblicklich befiehlt er der Mannschaft der Sea Shepherd II, das Schiff mit Wasserwerfern und Kanonen zu verteidigen, die mit Schokoladen- und Zitronenkuchen gefüllt sind. Die angreifenden Färöer werden so mit einem demütigenden klebrigen Schleim überzogen und die Sea Shepherd II entkommt mit Aufnahmen vom Walfang und von der dramatischen Konfrontation mit den Walfängern. Der Zwischenfall wird in der preisgekrönten BBC Dokumentation Black Harvest verarbeitet und ausgestrahlt.

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September: Die Sea Shepherd II kehrt für Reparaturen und Wartungsarbeiten nach Bristol, England, zurück.

November: Die Sea Shepherd Aktivisten kehren nach Island zurück und gehen gegen den illegalen isländischen Walfang vor. Die Sea Shepherd Maschinisten Rod Coronado und David Howitt bewerkstelligen es, zwei der vier isländischen Walfangschiffe im Hafen von Reykjavík zu versenken. Ebenso zerstören sie die Walverarbeitungsstation in Hvalfjörður. Diese Aktion beendet den kommerziellen Walfang auf Island für die nächsten 16 Jahre. Der Coup schafft es weltweit auf die Titelseiten.

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1987

Mai & Juni: Da die Sea Shepherd II in Britannien liegt und repariert werden muss, benötigt die Gesellschaft ein weiteres Schiff, um gegen die zunehmende Treibnetzfischerei im Nordpazifik vorgehen zu können. Die Sea Shepherd Conservation Society erwirbt den Wadennetzfischer Bold Venture bei einer Zwangsversteigerung. Das Schiff selbst ist für die Kampagne nicht geeignet, aber es gelingt, es gegen einen japanischen Thunfischfänger namens Gratitude einzutauschen. Die Gratitude wird in Divine Wind umbenannt und für ihre Reise in den Nordpazifik vorbereitet.

Juli & August: Die Divine Wind setzt Kurs auf die Aleuten, macht aber Zwischenstopps in Amchitka und Attu, um „ghost nets“ (d.i. herrenlose, zurückgelassene Treibnetze) zu dokumentieren. Auf dem Rückweg hält das Schiff bei den Pribilof Islands um den Bestand des Nördlichen Seebären zu untersuchen. Bei dieser Expedition werden viele Meilen von herumtreibenden Netzen gefunden und entfernt.

 

1988

1988 3SS18BJanuar: Kapitän Watson, die Aktivistin Dr. Joanna Forwell und der Vorsitzende von Sea Shepherd Schweden, Sten Borg, reisen nach Island. Kapitän Watson verlangt, dass das Land wegen der Versenkung der halben isländischen Walfängerflotte Anklage gegen die Sea Shepherd Conservation Society und ihn selbst erhebe. Island verweigert dies. Kapitän Watson teilt den isländischen Medien mit, dass die Aktionen von Sea Shepherd Vertretern gegen die isländischen Walfangaktivitäten offensichtlich eine legitime und gerechtfertigte Durchsetzung geltenden Rechts gewesen seien, da Island sich weigere, den illegalen Walfang dadurch zu verteidigen, dass es Sea Shepherd wegen Sabotage anklage. Sea Shepherd teilt des Weiteren mit, das jegliche Anschuldigungen gegenüber Sea Shepherd kriminell zu sein, haltlos seien da keinerlei Anklage, geschweige denn eine Verurteilung in Island vorliege.

 

1988 dolnetMärz: Ein Sea Shepherd Vertreter dokumentiert das Töten von Delfinen durch einen US amerikanischen Thunfischfänger namens Sea King. Die Sea Shepherd Conservation Society übereignet die Nutzungsrechte dieses Materials an Sam LaBudde vom Earth Island Institute. Sea Shepherds Filmmaterial wird in dem Film zusätzlich zu den Aufnahmen gezeigt, die Sam LaBudde an Bord eines panamaischen Thunfischfängers gedreht hatte. Der Film wird vom Sea Shepherd Direktor Peter Brown herausgegeben und löst Empörung über die Thunfischindustrie aus und trägt zu einem Verbot der Delfintötung durch US amerikanische Thunfischunternehmen bei.

November: Das Sea Shepherd Schiff Divine Wind wird verkauft. Die Sea Shepherd Society verwendet den Erlös, um die Sea Shepherd II zu überholen.

 

1989

Juli: Nach langwierigen Reparaturen in den Niederlanden und in Britannien überquert die Sea Shepherd II den Atlantik und fährt nach Key West, Florida, um Besatzung und Vorräte aufzunehmen und im Folgenden den Panamakanal zu durchfahren, um dann weiter nach Puntarenas, Costa Rica, zu reisen. In Puntarenas fängt die Sea Shepherd II zwei venezuelanische Thunfischfänger ab. Den Schiffen wird nicht gestattet, weiter zu fahren, ehe sie nicht Kapitän Watson und seinen Offizieren gestattet haben, ihre Logbücher und Fischtanks auf Beweise für getötete Delfine hin zu inspizieren. Zusätzlich zu den so erlangten Beweisen, offenbart das Logbuch des Thunfischfängers Pan Pacific die Fangorte, an denen Delfine getötet wurden.

August: Die Sea Shepherd II jagt zahlreiche mexikanische Thunfischfänger von Delfinschulen im östlichen Pazifik fort.

 

1990

März: Die Sea Shepherd Conservation Society berät sich mit einem Marinebiologen und einem Physiker, um einen Weg zu finden, Treibnetze versenken zu können, ohne dabei Schaden an der Umwelt anzurichten. Eine erfolgreiche Methode wird gefunden, getestet und für den Einsatz in der Praxis vorbereitet.

Januar - Juli: Die Sea Shepherd II wird für die anstehende Jagd auf die Treibnetzfischer im Nordpazifik ausgerüstet und vorbereitet. Im Juni werden die Schiffsmotoren sabotiert und die Kampagne verzögert sich um fast zwei Monate

August: Die Sea Shepherd II verlässt Seattle, um im Nordpazifik nach Treibnetzflotten zu suchen. Ein japanischer Verband wird etwa 1400 Seemeilen vor Hawaii geortet. Die Sea Shepherd II rammt zwei japanische Treibnetzfischer und versenkt ca. 60 Meilen Treibnetz. Der entstandene Schaden beziffert sich für die Japaner auf über zwei Millionen US Dollar. Eine filmische Dokumentation der Ereignisse durch Sea Shepherd wird weltweit gezeigt, sogar im japanischen Fernsehen. Die offizielle japanische Reaktion auf den Vorfall ist, dass nichts geschehe sei.

 

1991

Januar: Die Sea Shepherd II begibt sich von San Diego aus auf eine Reise nach Key West, Florida, die sie erneut durch den Panamakanal führt. Vor Guatemala entdeckt die Sea Shepherd II den mexikanischen Thunfischschlepper Tungui. Seine Netze liegen im Wasser und in ihnen winden sich Delfine, die verzweifelt versuchen, zu entkommen. Trotz der eingebrochenen Dunkelheit weist Kapitän Watson die Mexikaner an, die Delfine freizulassen. Als sie sich weigern, rammt und beschädigt er die Tungui und richtet danach einen Wasserwerfer auf ihren on-board Helikopter. Die Delfine werden freigelassen. Guatemala dankt Sea Shepherd offiziell für diese Intervention.

Juli: Die Sea Shepherd II fährt nach Trinidad, um dort zu patrouillieren und nach Taiwanesischen Treibnetzfischern zu suchen. In der Nähe von Barbados wird ein taiwanesisches Treibnetzboot entdeckt. Die Taiwanesen versuchen die Sea Shepherd II einzuschüchtern, indem sie sie von der Seite kommend rammen. Die Kollision zerschmettert auf Steuerbord das Dollbord der Sea Shepherd II. Kapitän Watson revanchiert sich, indem er sich zurück fallen lässt und dann mit hoher Geschwindigkeit auf die Steuerbordseite des Treibnetzfischers zuschießt. Die Sea Shepherd II rammt das taiwanesische Schiff mit großer Wucht in der Schiffsmitte.

1991 edward abbeyIn Trinidad wird der Sea Shepherd Crew ein wundervoller Empfang von der Küstenwache der Insel bereitet. Sea Shepherd wird zum offiziellen Helfer der Küstenwache von Trinidad & Tobago gemacht. Die Mannschaft assistiert der Küstenwache dabei, die Bestechung von trinidadischen Regierungsvertretern durch die taiwanesische Fischindustrie zu untersuchen und aufzudecken. Sea Shepherd beruft in Trinidad eine Pressekonferenz ein und legt offen, wie die Taiwanesen Vertreter der trinidadischen Regierung bestochen haben, um im Ausgleich dafür Treibstoff zu erhalten, so wie Zusagen, nicht bei Fischwilderei in den Gewässern Trinidads und Tobagos einzugreifen. Jene Politiker, die entsprechende Bestechungsgelder angenommen haben, werden verhaftet. Sea Shepherd liefert und schenkt der Küstenwache vier Sturmgewehre, um sie so beim Vorgehen gegen die illegale Treibnetzfischerei vorzugehen.

1991 Edward AbbeyNovember: Sea Shepherd erwirbt ein ehemaliges Schiff der US Küstenwache, die Cape Knox. Sie wird in Edward Abbey umbenannt, zu Ehren des Autors und Beiratmitglieds, das auch ein persönlicher Freunde von Kapitän Watson ist. Das Schiff wird in Charleston, South Carolina, gekauft und dann nach Norfolk, Virginia, verlegt, um es neu auszurüsten.

1991 Driftnet at DockDezember: Die Sea Shepherd II verlässt die Bahamas mit einer Mannschaft, die auch 14 Ureinwohner British Columbias umfasst: Wet'suwet'en der Gitxsan Nation. Für diese Reise wird das Schiff in Aligat umbenannt, was „Krieger“ bedeutet. Kapitän Watson finanziert die Kampagne aus eigener Tasche. Ihr Ziel ist es, die Nachbauten der Niña, Pinta und Santa Maria bei ihrer 500 jährigen Jubiläumsfahrt abzufangen. Auf dem Weg hält die Mannschaft auf San Salvador und fordert es für die Ureinwohner zurück. Die Columbus-Karavellen werden entdeckt, als sie sich gerade Puerto Rico nähern. Die Santa Maria wird festgesetzt und so lange in Gewahrsam gehalten, bis der spanische Konsul in Puerto Rico ein Dokument unterzeichnet, welches die Ureinwohner Amerikas um Verzeihung für 500 Jahre Ungerechtigkeit bittet.

20. Dezember 1991: Die Hauptversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet den Beschluss A/RES/46/215, der ab Januar 1993 weltweit die Fischerei mit Treibnetzen verbietet.

 

 

1992

1992 Driftnet recovered 2Februar: Die Sea Shepherd II und die Edward Abbey verlassen Key West, Florida, und fahren durch den Panamakanal zu den Kokosinseln jenseits der Küste von Costa Rica. Bei der Ankunft auf der Insel werden mehrere Wilderer entdeckt. Die Sea Shepherd II, unter dem Kommando von Kapitän John Huntermer, und die Edward Abby, unter dem Kommando von Kapitän Watson, verjagen die Wilderer mit Wasserwerfern, Kuchenkanonen, Stinkbomben und Paintball-Pistolen. Videoaufnahmen von den Wilderern werden an die Behörden in Costa Rica geschickt.

  März: Die Sea Shepherd II und die Edward Abbey gehen gegen Thunfischschwadenfänger vor, die im östlichen Pazifik Delfine töten. Es gelingt, sie aus der Region zu vertreiben. Die Edward Abbey ist gezwungen, wegen Reparaturen nach Acapulco zu fahren. Wegen der Attacke auf den mexikanischen Thunfischfänger Tungui im Jahr zuvor hätten die mexikanischen Behörden das Schiff festgesetzt. Deshalb fährt Kapitän Watson, ohne Meldung zu machen, an einem Sonntag in den Hafen ein. Die Reparaturen dauern drei Tage an, ohne dass das Schiff von den Behörden entdeckt wird. Als sie schließlich doch auffällt, kappt die Edward Abbey die Leinen und verlässt den Hafen schneller als die Schiffe der mexikanischen Marine ihr folgen können.

1992 rottingSSIIbMai: Ein Mitglied von Sea Shepherd betritt in Kaohsiung, Taiwan, das Deck des illegalen Treibnetzfischers Jiang Hai. Das Schiff wird für die Missachtung der UN Resolution, die Treibnetzfischerei verbietet, im Hafen versenkt.

 Juni: Kapitän Watson nimmt an der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung in Brasilien teil. Kapitän Watson informiert die skandinavischen Medien darüber, dass die Sea Shepherd Conservation Society gegen jegliche Walfangaktion, ganz gleich welcher Nation vorgehen wird, die sich nicht an die Bestimmungen der International Whaling Commission (IWC) hält.

Juli: Die Sea Shepherd II und die Edward Abbey verlassen Santa Cruz, Kalifornien, um eine Reise in den mittleren Nordpazifik anzutreten. Die beiden Schiffe treffen nördlich von Hawaii auf eine japanische Treibnetzflotte. Die Besatzungen zerschneiden die Netze, rammen eines der Schiffe und verjagen die anderen. Die zurückgelassenen Netze werden eingesammelt. Die japanische Regierung legt offiziell beim US amerikanischen Außenministerium Beschwerde ein. Als die 1992 Driftnet in Piles KaohsiungEdward Abbey sich wieder dem Festland nähert, wird sie von der US Küstenwache geentert. Kapitän Watson begrüßt die Untersuchung und übergibt den Beamten der Küstenwache die kompletten Videoaufzeichnungen des Vorfalls. Japan zieht daraufhin die offizielle Beschwerde zurück.

September: Die Sea Shepherd II wird in Ucluelet auf Vancouver Island zur Ruhe gesetzt. Nach jahrelangem Dienst leidet das Schiff unter so vielen technischen Problemen und strukturellen Mängeln, dass die Kosten, es zu unterhalten, zu hoch werden. Die Sea Shepherd II kann jedoch nicht in Ruhe beigesetzt werden. Das Schiff wird Bestandteil einer Debatte, da die Canaian Pilotage Association versucht, enorme Entsorgungsgebühren zu erheben, um Sea Shepherd zu schikanieren. Kapitän Watson entfernt daraufhin   1992 Driftnet being loaded onto vesseljegliche wertvolle Ausrüstung und verkauft die Sea Shepherd II.

 September: Die Sea Shepherd Mitarbeiter fahren damit fort, illegale Treibnetzoperationen zu beobachten und zu dokumentieren, die von Kaohsiung, Taiwan, aus gesteuert werden. Sea Shepherd findet heraus, dass 43 neue Schiffe mit über 65.000 Meilen an Treibnetz ausgestattet werden. Diese Aufnahmen werden den Vereinten Nationen als Beweis weitergeleitet, um das geplante Verbot von Treibnetzen zu unterstützen.

 Oktober: Die Regierung der Vereinigten Staaten bringt das Gesetz H.R. 2152 auf den Weg, dass der US amerikanischen Regierung erlaubt, gegen Treibnetzfischerei auf hoher See vorzugehen.

1992 whales SSCS history Nybreana sea   cock openedNovember: Sea Shepherd erwirbt bei einem Verkauf der US Marshalls auf Honolulu einen in Taiwan zugelassenen Treibnetzfischer japanischer Herstellung. Das Schiff soll als Lockvogel ausgerüstet werden, um die Flotten von Treibnetzfischern zu infiltrieren.

26. DezemberNach monatelanger Überwachung, führt Kapitän Watson ein Team nach Nord-Norwegen, um dort nach illegalen norwegischen Walfängern zu suchen. Dwight Worker bewerkstelligt einen Tag nach Weihnachten die Versenkung des norwegischen Walfängers Nybræna im Hafen von Reine auf den Lofoten. Sea Shepherd gibt eine Pressemitteilung heraus, die die Versenkung als „Weihnachtsgeschenk an die Wale“ bezeichnet.

 

1993

1993 Earthforce bookJanuar: Sea Shepherd fordert die norwegische Regierung heraus, indem sie sie auffordert, doch die Sea Shepherd Besatzung für das Versenken der Nybræna strafrechtlich zu verfolgen. Norwegen verweigert eine Reaktion hierauf.

 Paul Watsons Buch Earthforce! An Earth Warrior's Guide to Strategy is wird veröffentlicht.

1993 Sireni1März: Ein Unterstützer von Sea Shepherd dokumentiert das illegale Töten eines Orcawals durch das in den USA zugelassene Fischfabrikschiff Northern Hawk in der Beringsee. Die Beweisdokumente werden an die US Behörden übergeben.

März: Die Edward Abbey wird als kanadisches Forschungsschiff neu registriert und erhält den Namen Sirenian.

April: Die Sirenian reist zum Clayoquot Sound auf Vancouver Island, um einen Sommer voller kontroverser Proteste gegen den Kahlschlag des prächtigen Clayoquot Valley zu eröffnen.

1993 Cleveland Amory 24 Jul 93Mai: Kapitän Watson kauft in Halifax, Nova Scotia, ein ausgemustertes Schiff der kanadischen Küstenwache, den Eisbrecher Thomas Carleton. Das Schiff wird in Cleveland Amory umbenannt. Es dauert drei Monate, das Schiff wieder seetüchtig zu machen.

Juli: Die Cleveland Amory verlässt Halifax mit der Neufundlandbank als Ziel, um dort illegale Fischereiaktivitäten zu stören. Als sie an einem Ausläufer der Bank ankommt – außerhalb des kanadischen Hoheitsgebietes – wird sie von Schiffen der kanadischen Regierung und der Polizei abgefangen und fortan beschattet. Kapitän Watson wird klar, wie intensiv er und seine Crew unter Beobachtung stehen, als er den kubanischen Schleppnetzfischer Rio Las Casas auffordert, seine Netze einzuholen und nach Havanna zurückzukehren. Die Kubaner fügen sich, werden dann aber von der kanadischen Fischereibehörde darüber informiert, dass die Cleveland Amory keine Autorität habe, entsprechende Anweisungen zu erteilen. Kapitän Watson rächt sich dafür, indem er neben das Fischerboot fährt und seiner Besatzung anweist, Stinkbomben auf das Deck der Rio Las Casas zu werfen. Dann kappt Kapitän Watson das Schleppnetz. Die Kubaner ziehen sich von der Bank zurück. Die Royal Canadian Mounted Police informiert Kapitän Watson, dass er nun unter Arrest stehe. Er ignoriert entsprechende Anweisungen und nimmt Kurs auf die „Nase“ der Bank, wo er einen spanischen Schleppnetzfischer anordnet, die Bank zu verlassen. Das politische Verwirrspiel führt letztlich dazu, dass zehn kubanische Schleppnetzfischer die Bank verlassen und nach Kuba zurückkehren. Die gemeldeten Verluste betragen 35 Millionen US Dollar. Die Mounted Police reagiert auf den Vorfall, indem sie die Cleveland Amory entert und Kapitän Watson unter Arrest stellt – außerhalb der 200 Meilen Zone. Kapitän Watson wird wegen Störung der öffentlichen Ordnung in drei Fällen angeklagt und die Cleveland Amory wird unter Bewachung in den Hafen von St. John's, Neufundland, gebracht.

1993 Grand Banks Paul Watson looking thru binoculars at Spanish Trawler1993 Grand Banks Cleveland Amory blocking Spanish trawler nets

August: Um Schikane und Papierkrieg bei der Auslösung der Cleveland Amory zu vermeiden, verkauft Kapitän Watson das Schiff an einen privaten Käufer. Auf diese Weise vermeidet die Sea Shepherd Conservation Society eine Strafzahlung von 30.000 Dollar, die von der kanadischen Regierung verhängt worden war und verlässt den Schauplatz mit mehr Geld als in den Taschen, als ursprünglich investiert.

 

1994

1994 Ocean Warrior bookJanuar: Ein Team von Sea Shepherd versenkt in Süd-Norwegen den illegal betriebenen norwegischen Walfänger Senet. Die Untersuchung dieses Vorgangs offenbarte den norwegischen Behörden, dass das Schiff gerade mit einem geschmuggelten neuen Motor von Dämemark zurück kam. Es wird keine Anklage gegen Sea Shepherd erlassen. Der Eigner der Senet wird wegen Schmuggelei belangt.

 Paul Watsons Buch Ocean Warrior, My Battle to End the Illegal Slaughter on the High Seas wird 1994 WFE1veröffentlicht. 

  Januar: Das Sea Shepherd Büro in Santa Monica wird durch das Northridge Erdbeben schwer beschädigt.

März: Sea Shepherd kauft das britische Schiff Switzer Mercator und tauft es in Whales Forever um. Das Schiff wird in die Niederlande gebracht, um es zu reparieren und neu auszurüsten.

März: Sea Shepherd schlägt vor, einen neuen Industriezweig zu schaffen, der die grausame, tödliche und verschwenderische Robbenjagd ersetzen kann. Kapitän Watson leitet eine Expedition auf die Eisschollen vor den Magdalenen-Inseln und beweist, dass es praktikabel ist, eine alternative Industrie zu schaffen, die auf unblutige Art und Weise das Fell der Robben nutzt, indem ihr abgestoßenes Winterfell gesammelt wird. Er schlägt vor, dieses Fell in Garn zu verarbeiten, um es so für Pullover, Schlafsackfüllungen und – als Alternative zur Daunendecke – für Bettdecken zu verwenden. Kapitän Watson engagiert auf den Magdalenen-Inseln zwei Robbenjäger, um beim Robbenbürsten mit zu helfen.

1994 Seal Brushing Paul with Seal1994 PICT9 4

Juni: Das Sea Shepherd Schiff Whales Forever ist das Ziel zweier Sabotageakte. Bei beiden handelt es sich um Brandanschläge. Während die erste Attacke nur geringen Schaden anrichtet, führ die zweite absichtlich eine Explosion herbei und verursacht im Maschinenraum des Schiffes einen Brand, der schweren Schaden verursacht. Die Reparaturen dauern Monate.

Juli: Die Whales Forever verlässt die Niederlande, um illegalem Walfang an vor der Küste Nord-Norwegens entgegen zu treten. Diese Reise ruft eine breite Berichterstattung in den europäischen Medien hervor. Das norwegische Marineschiff Andenes fängt die Whales Forever ab und versucht mehrfach, ihre Schiffsschraube zu beschädigen. Aber Kapitän Watson manövriert die Norweger jedes Mal aufs Neue aus. Frustriert schätzt der Kapitän der Andenes seinen nächsten Anlauf falsch ein und rammt das Sea Shepherd Schiff. Der Aufschlag zerschmettert den Bug der Whales Forever und reißt ein Leck in einen Benzintank, wobei sich viele hundert Liter Kraftstoff auf das Deck ergießen und drei Besatzungsmitglieder tränken. Außerdem wird bei der Kollision die Schraube von einem Seil lahm gelegt, das die Andenes hinter sich herzieht. Die Mannschaft der Sea Shepherd reagiert schnell, um das Benzin zu entfernen und somit die Gefahr einer Explosion zu bannen. Gleichzeitig gehen Taucher von Sea Shepherd ins Wasser und zerschneiden das Tau von der Schiffsschraube. Obwohl die Andenes zweimal mit ihrer Bordkanone auf die Whales Forever feuert und vier Wasserbomben vor ihrem Rumpf detonieren, gelingt es der Whales Forever, die norwegische Marine am Entern zu hindern und zu den schottischen Shetland Inseln zurück zu kehren.

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September: Die Whales Forever beendet eine erfolgreiche Spendentour in Deutschland und erreicht eine ausführliche mediale Berichterstattung für die Wale. Kapitän Watson diskutiert im deutschen Fernsehen mit dem norwegischen Botschafter. Die Whales Forever wird in Bremerhafen aufs Trockendock verfrachtet, wo entdeckt wird, dass sie durch die norwegischen Wasserbomben massiven Schaden genommen hat

Oktober: Die Whales Forever überquert den Atlantik Richtung Bermudas und fährt dann nach Florida, wo Kapitän Watson das Schiff einige Monate später verkauft – für mehr Geld, als Sea Shepherd ursprünglich dafür gezahlt hatte. Das Geld wird beiseite gelegt, um ein neues Schiff zu kaufen.

 

1995

 

1995 history 1995e news article thumbJanuar: Der National Marine Fisheries Service macht seine Entscheidung publik, die Kalifornischen Seelöwen auszurotten, die die Schiffsschleusen von Ballard in Seattle, Washington, aufsuchen, um dort Regenbogenforellen zu fressen. Sea Shepherd handelt mit der Stadt San Francisco eine Vereinbarung aus, die gestattet, die gefangenen Seelöwen in der Bucht von San Francisco ausgesetzt. Sea Shepherd präsentiert außerdem Pläne für eine hydraulische Barriere, welche die Seelöwen daran hindern soll innerhalb der Schiffsschleusen Fische zu jagen.

März: Die deutsche Bettenfirma Kirchhoff Bettwarenfabrik meldet bei Sea Shepherd Interesse an, Produkte aus unblutig erlangtem Babyrobbenfell zu vermarkten. Der Schauspieler und Aktivist Martin Sheen sagt zu, die Bemühungen von Sea Shepherd beim Robbenschutz zu unterstützen. Kapitän Watson, Martin Sheen und eine Mannschaft reisen in den Sankt-Lorenz-Golf. Bevor sie zu den Robben hinaus aufs Eis fliegen können, dringt eine Meute wutentbrannter Robbenfänger in das Hotel auf den Magdaleneninseln ein, in dem die Aktivisten von Sea Shepherd untergekommen sind. Sie brechen die Türen zu Kapitän Watsons Zimmer auf und schlagen ihn. Die Polizei schreitet nur ein, um Kapitän Watson von den Inseln zu verweisen. Die Kampagne erhält internationale Berichterstattung in den Medien.

 

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Martin Sheen (links) mit Sea Shepherd Volunteer Chuck Swift.

Juli: Das Sea Shepherd Schiff Sirenian fährt nach British Columbia, um die Eröffnung der Lachsjagdsaison zu dokumentieren. Es herrscht eine Knappheit an Fischen und es kommt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen kommerziellen, Sport- und einheimischen Fischern, wer daran die Schuld trage. Die Royal Canadian Mounted Police folgt der Sirenian die ganze Kampagne über mit zwei schnellen Katamaran-Patrouillenbooten. Kapitän Watson warnt, dass der Coho-Lachs unmittelbar von der Ausrottung bedroht sei und seine Rettung ein sofortiges Einstellen der Fischerei verlange. Die kanadische Regierung beschließt ein Moratorium für die Lachsfischerei in British Columbia, nimmt dieses aber zurück, nachdem sie von der Fischereiindustrie unter Druck gesetzt wird.

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August: Der Stamm der Makah-Indianer der Neah Bay, Washington, nimmt für sich das Recht in Anspruch, den Kalifornischen Grauwal jagen zu dürfen, da ihnen dies in einem Abkommen mit der US-Regierung von 1855 zugestanden worden sei. Dieses wollen sie im Namen ihrer „kulturellen und spirituellen Werte“ wieder aufleben lassen. Die Makah sagen auch, dass sie das Recht hätten, den Walfang auf kommerzieller Basis fortzusetzen. Entlang der Küste British Columbias erklären nun über ein Duzend Stämme, dass – sollten die Forderungen der Makah von Erfolg gekrönt sein – sie ebenfalls eine Ausdehnung ihrer Fischereibefugnisse fordern würden, die auch Wale mit einschließt von. Dank zweier Besuche der Sirenian in der Neah Bay, der fortwährende Präsenz von Sea Shepherd, Medienkampagnen und der Zusammenarbeit mit dem Kongressabgeordneten Jack Metcalf, entzieht die US Administration den Forderungen der Makah vor einem Treffen der International Whaling Commission in Schottland die Unterstützung.

August: Aktivisten von Sea Shepherd treffen sich mit Vertretern der irischen Regierung und unterbreiten Argumente für das Verbot von Treibnetzfischerei in irischen Gewässern. Daraufhin verbietet die irische Regierung die Treibnetzfischerei.

September - Oktober: Kapitän Watson wird vor dem Obersten Gerichtshof Neufundlands der Prozess gemacht. Die Anklage, die von der Regierung als Rache für die Kampagne zum Dorschschutz auf der Neufundlandbank 1993 erhoben wurde, lautet auf Störung der öffentlichen Ordnung. Dem Richter und der Jury gegenüber zitiert Kapitän Watson die World Charter for Nature als seine Handlungsbefugnis. Die Jury akzeptiert diesen Einwand und spricht Kapitän Watson von allen Anklagen auf Störung der öffentlichen Ordnung frei, mit der Begründung, dass er nach bestem Gewissen gehandelt habe. Er wird allerdings dafür belangt, das Mannschaftsmitglied Brad Ryan dazu angestiftet und ihm dabei geholfen zu haben, Stinkbomben zu werfen. Brad Ryan selbst wird nicht belangt. Kapitän Watson wird zu einer Haftstrafe von 30 Tagen verurteilt, nach einer Woche aber nach Berufung freigelassen.

Oktober: Paul Watson wird für seine Bemühungen um den Schutz der Lachse in British Columbia von der United Nations Association of Canada zum Gewinner des Eugene Rogers Award 1995 bestimmt. Die Auszeichnung wird ihm verweigert, nachdem die Western Canada Wilderness Society protestiert. Kapitän Watson entgegnet, dass "es so scheine, als ob wir unsere Fähigkeit, Kontroversen hervorzurufen noch nicht verloren haben. Es ist schwierig, einen Preis zu erhalten, wenn man tatsächlich etwas getan hat, aufgrund dessen man ihn verdient.“

 

1996

 

März: Sea Shepherd kehrt in den Sankt-Lorenz-Golf zurück, gemeinsam mit Mitgliedern der Geschäftsleitung der Kirchhoff Bettwarenfabrik und ein Jahr nach dem Angriff der Robbenfänger. Ohne Zwischenfälle gelingt es, Fell der Baby-Sattelrobben zu sammeln. Das Unternehmen hat Pläne, 1997 ausreichend Arbeiter einzustellen, um das Fell für die kommerzielle Produktion nutzen zu können. Kanada tötet 250.000 Robben.

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1996 Bob Talbot 121996 Helicopter with crew in front

Juli: Sea Shepherd erwirbt den in Britannien registrierten und in Norwegen gefertigten Schleppnetzfischer Skandi Ocean. Das Schiff wird in Sea Shepherd III umbenannt. Reparatur- und Ausrüstungsarbeiten beginnen in Edinburgh, Schottland.

1996 history 1998c SSIII with John Paul D and Paul

Dezember: Die britische Fischereibehörde engagiert Sea Shepherd Mitarbeiter, um ihre Patrouillenboote über die Feiertage zu bewachen.

 

1997

 

März: Die Sea Shepherd III unternimmt eine Testfahrt von Schottland nach Bremerhafen, Deutschland. In Bremerhafen geht das Schiff für weitere Reparaturen vor Anker.

März: In Bremerhafen wird Kapitän Watson von der deutschen Polizei verhaftet. Der Grund dafür ist ein von Norwegen beantragter internationaler Haftbefehl. Er wird für einen Tag festgehalten, bis die Bremer Staatsanwaltschaft ihn freilässt, da der Haftbefehl widersprüchliche Angaben enthalte. Kapitän Watson darf sich frei innerhalb Deutschlands bewegen.

April - Juni: Darüber besorgt, dass der norwegische Haftbefehl seine Reisen innerhalb Europas behindern wird, stellt sich Kapitän Watson am zweiten April den niederländischen Behörden. Der norwegische Haftbefehl verlangt, dass Kapitän Watson aufgrund eines Schuldspruchs in Abwesenheit wegen der Versenkung des illegalen Walfängers Nybræna im Jahre 1992 ins Gefängnis soll. Es folgt eine Welle des internationalen Protests, auch vor niederländischen und norwegischen Botschaften. Nach einer Anhörung wird der norwegische Antrag auf Auslieferung abgelehnt und Watson wird nach 90 Tagen in Haft wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Von links nach rechts: Volunteer Scott Sheckman, weiblicher Vertreter der niederländischen Regierung,
männlicher Vertreter der niederländischen Regierung, Volunteer Cathy Ritter, Martin Sheen und Sea Shepherd Führungsmitglied Kurt Lieber.
Dieses Sea Shepherd-Team trifft sich mit der niederländischen Botschaft in Los Angeles,
um sie zu überzeugen, den norwegischen Ersuch auf Auslieferung Paul Watsons abzulehnen.

September: Der Leiter von Sea Shepherd Pacific Northwest, Michael Kundu, fährt mit einer Gruppe Berichterstatter heimlich nach Sibirien, um das Töten von Walen durch sibirische Ureinwohner zu dokumentieren. Obwohl sein Leben bedroht wird, übergibt er seine Recherche der International Whaling Commission (IWC) bei ihrem Treffen in Monaco. Die Filmcrew kehrt mit Beweisen für eine illegal stattfindende, kommerziell betriebene Waljagd zurück, inklusive Filmmaterials, welches zeigt, wie Wale geschlachtet und in Nahrung für Fuchsfarmen verarbeitet werden. Russland behauptet weiterhin, dass es sich bei dem Gemetzel um eine Jagd für den „Eigenbedarf“ handle, welche von dem Walfang-Moratorium ausgenommen sei.

Oktober: Die Sea Shepherd III begibt sich auf ihrer Jungfernfahrt ins Mittelmehr. Es wird verlautbart, dass es die Absicht der Gesellschaft sei, dort gegen die noch immer praktizierte illegale Treibnetzfischerei vorzugehen. Italiens Treibnetzfischer – die Hauptschuldigen – kündigen augenblicklich an, diese Praxis zu beenden. Die Sea Shepherd III bringt den US Kongressabgeordneten Jack Metcalf und eine Delegation der Makah-Stammesältesten zum Treffen der International Whaling Commission in Monaco, um ihre Stimme dem starken Widerstand gegen die Forderung der Makah zu geben, Erlaubnis für die Grauwaljagd zu erhalten. Die Sea Shepherd III erhält im Hafen von Monte Carlo einen kostenfreien Anlegeplatz und Prinz Albert lädt Kapitän Watson zum offiziellen Empfang der Delegierten der International Whaling Commission ein. Als Kapitän Watson den Empfang betritt, verlassen die isländischen, norwegischen, japanischen und karibischen Delegationen aus Protest den Raum.

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November - Dezember: Die Sea Shepherd III verlässt Frankreich und fährt nach Zwischenstopps in Gibraltar und Madeira nach Key West, Florida. Zwischen Gibraltar und Madeira übersteht das Schiff einen Hurrikan ohne dabei in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

 

1998

 

Januar: Die Sea Shepherd III fährt nach Wilmington, North Carolina, um eine Kampagne zum Schutz der Sattelrobben im Sankt-Lorenz-Golf vorzubereiten.

Januar: Sea Shepherd nimmt an einem großen Fundraising-Event in Anchorage, Alaska, teil, welches von Pierce Brosnan veranstaltet und von zahlreichen Prominenten besucht wird, wie etwa William Shatner, Alexandra Paul, Michelle Yeoh, John Paul und Eloise DeJoria.

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Paul Watson mit Michelle Yeoh und Pierce Brosnan.

März: Die Anzahl der jährlich bei der Robbenjagd getöteter Tiere, hat sich auf eine artbedrohendes Niveau von 500.000 erhöht. Dennoch weigert sich die kanadische Regierung weiterhin, die notwendigen Legitimationen zu erteilen, die nötig wären, um eine unblutige Industrie hervorzubringen, die darauf basiert, das abgeworfene Fell von den Babyrobben abzubürsten. Trotzdem macht sich die Sea Shepherd III auf die Reise in den Sankt-Lorenz-Golf. Es ist das erste Schiff von Umweltschützern seit 1983, das in das alljährliche Massaker an Kanadas Wildtieren hinein fährt. Das Schiff bringt internationale Journalisten in das Jagdterritorium und wehrt Robbenfänger von dem wichtigsten Aufzuchtsgebiet der Robben ab. Prominente Gäste, die zum Protest vor Ort sind, umfassen Farley Mowat, John Paul DeJoria und seine Tochter Alexis sowie Bronwen Booth, die Schwester der britischen First Lady Shirley Blair. Brigitte Bardot wollte ebenfalls zu der Kampagne stoßen, doch hatte ihr Flugzeug auf dem Hinweg einen technischen Defekt.

1998 SS III1998 SSIII with seal and helicopter

1998 history 1998b JPD and ADJ on ice with seal
Der Firmenchef von John Paul Mitchell Systems,
John Paul DeJoria und seine Tochter Alexis.

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Paul Watson mit dem Autor und
Sea Shepherd-Vorstandsmitglied Farley Mowat.

März: Kapitän Watson wird in Los Angeles der Genesis Award für sein Lebenswerk verliehen. Die Auszeichnung wird ihm von Pierce Brosnan und Martin Sheen überreicht.

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September - November: Auf das Drängen der Walfangindustrie von Norwegen und Japan und mit dem Versprechen auf lukrative zukünftige Geschäfte, erhalten die Indianer des Makah-Stammes das Recht die Waljagd wieder aufzunehmen, gemäß einem Vertrag mit den Vereinigten Staaten von 1855, doch entgegen der geltenden internationalen Schutzbestimmungen. Um einen Rechtsstreit zu vermeiden, unterstützen die USA die Makah bei der Falschaussage, dass den Makah eine Ausnahme beim weltweiten Walfangmoratorium zugesprochen worden sei und dass sie aus rein „kulturellen“ Gründen Grauwale kommerziell töten dürften. Da mit der gleichen Begründung jeder Nation der Erde eine neue Form von Walfang offen stünde, entsendet Sea Shepherd zwei Schiffe in die Neah Bay, Washington, wo Anwohner und anderen Anti-Walfang-Aktivisten zu ihnen stoßen. Trotz gewalttätiger Ausschreitungen der Walfänger, Inhaftierungen und behördlicher Schikane gelingt es der Koalition der Aktivisten, die ansässigen Wale abzuschirmen und so viel Medienaufmerksamkeit auf die Jagd zu lenken, dass die Makah klein beigeben, ohne auch nur einen einzigen Wal getötet zu haben.

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Protest von Regierungsvertretern: Der Republikaner
bei einem öffentlichen Appell,
die Waljagd zu stoppen.
 
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Protest zu See sea: Sea Shepherd und Ortsansässige bilden eine Flotille,
um die Grauwale vor ihren Jägern zu schützen.
1998 Makah protest9
Protest zu Land: Anwohner üben ihr Recht auf
freie Rede und Meinungsfreiheit aus.
1998 number1
Ein Makah Mann hat Sea Shepherd Direktorin
Lisa Distefano vom Pier ins Wasser gestoßen
(hier watet sie wieder an Land).
1998 zodtheft
Eine Gruppe männlicher Makah stehlen aggressiv
ein Schlauchboot von Sea Shepherd.
1998 Protester Ken Nichols after his arrest Nov 2 Seattle Post Intelligencer b
Ein Makah-Polizist hat das Sea Shepherd Besatzungsmitglied
Ken Nichols zu Boden geworfen und verhaftet ihn.
1998 number4
Ken Nichols (nachdem die Polizei ihn freigelassen hat)
mit Sea Shepherd Direktorin Lisa Distefano,
und mehreren Makah-Ältesten,
die Sea Shepherds Bemühungen unterstützen, die Wale zuschützen.
1998 Whaling Canoe Captain Wayne Johnson with 50 caliber rifle
Eine Makah Walfangmannschaft; Kapitän Wayne Johnson
hält das „traditionelle“ 50er Kaliber,
welches dafür verwendet wird, die Wale zu töten.

Oktober: Das Canadian Department of Fisheries and Oceans veröffentlicht behördliche Bewertungsanträge zur Regulierung der Robbenjagd. Es gibt einen Zusatz bezüglich Sea Shepherds nicht tödlichem Fellgewinnungskonzept und dazu, es in die Bestimmungen zur kanadischen Robbenjagd aufzunehmen. Die unblutige Fellgewinnung bekommt offizielle Erwähnung und Unterstützung durch Gruppierungen der kanadischen Fischereiindustrie, dem Umweltschutz, Tierrechtgruppen und akademischen Organisationen, ebenso wie durch die Provinzen New Brunswick und Nova Scotia.

 

1999

 

Februar: Sea Shepherd unterstützt den internationalen Stör-Experten Dr. Vadim Birstein und die Sturgeon Society finanziell bei einem Forschungsprojekt, welches den Umfang des illegalen russischen Kaviarhandels und seine Auswirkungen auf die bedrohten Störe im Kaspischen Meer bestimmen soll.

März: Ein freiwilliger Mitarbeiter von Sea Shepherd überzeugt die großen Tauchausrüster von La Paz, Mexiko, allen Touristen und Tauchern zu verbieten, die Walhaie, die jeden Sommer zum Fressen vor der Küste des Bundesstaates Baja-California kommen, zu belästigen. Touristen ist es nun nicht länger gestattet, die Walhaie vor La Paz anzufassen, sich an ihnen festzuhalten oder sie zu reiten.

20. März: Kapitän Watson erhält auf dem Platz der Vereinten Nationen den Earth Trustee Umweltschutzpreis im Rahmen einer Zeremonie des United Nations Earth Day.

April: In Deutschland überzeugt Sea Shepherd den Discounter Aldi, jegliche Geschäftsbeziehungen mit den Färöern auszusetzen, solange sich diese nicht dazu bereit erklären, das Abschlachten der Grindwale im Namen der „Tradition“ zu beenden.

Mai: Sea Shepherd kehrt mit der Sirenian in die Neah Bay, Washington, zurück, da die Grauwale im Zuge ihrer Wanderungen nach Norden wieder in die Beringsee kommen. Aufgrund zahlreicher Arretierungen von Aktivisten und Schiffen durch die US Küstenwache, ist es den Makah möglich, am 19. Mai einen Wal zu töten. Sea Shepherd arbeitet weiterhin mit Bürgergruppen des Bundesstaates Washington daran die US Administration davon zu überzeugen, ihre einseitige Genehmigung für die Makah, Wale zu töten, zurück zu nehmen, ebenso, wie die Walfangklausel im Vertrag mit den Makah zu verändern oder beides zu tun und sich an die Bestimmungen International Whaling Commission zu halten. Sie soll sich ausdrücklich bezüglich der Berechtigung der Makah (oder dem Fehlen einer solchen) äußern, wegen ihres Status als Eingeborene von dem internationalen Walfangverbot ausgenommen zu sein.

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Besorgte Anwohner der Neah Bay stoßen zur Sirenian.
1999 Makah elders with Paul SSCS color photo b
 Kapitän Paul Watson und Sea Shepherd Direktorin Lisa Distefano mit Makah-Stammesältesten,
die die Wale schützen wollen.

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Volunteer Allison Lance und Sea Shepherd Direktorin Lisa Distefano verwenden ein Schlauchboot,
um die Makah zu bedrängen und vom Walfang abzuhalten.
Beide Frauen werden verhaftet.

Juni: Die altgedienten Sea Shepherd Mannschaftsmitglieder Daniel Vairo und sein Cousin Alexander Castro gründen in Porto Alegre, Brasilien, die Instituto Sea Shepherd Brasil (ISSB), die sich dem Schutz des maritimen Ökosystems in Süd Amerikas größtem Land verschrieben hat.

1999 PW Tisch21999 PW Gruppe 11999 PW ISSB

Dezember: Der Öltanker Erika zerbricht bei starkem Wellengang vor der Küste Frankreichs und dem russischen Tanker Volgoneft 247 widerfährt in der türkischen Bosporusstraße das gleiche Schicksal. Freiwillige von Sea Shepherd Europe reisen in beide Länder und scharen internationale Gruppen freiwilliger Helfer um sich, um die ölverschmierten Seevögel zu retten und in Pflegeeinrichtungen zu bringen. Mit dem Pieterburen Wildlife Rescue Center in den Niederlanden werden Gemeinsame Trainingsprogramme für Helfer auf die Beine gestellt. Die türkische Regierung stimmt einer Zusammenarbeit mit Sea Shepherd in Bezug auf Verhaltensmaßnahmen bei Ölkatastrophen zu.

 

2000

 

Januar: Eine Pipeline des Petrobras Ölunternehmens bricht in der Nähe von Rio de Janeiro. Über 300.000 Gallonen Rohöl ergießen sich in die Bucht und das Sumpfgebiet. Sea Shepherd koordiniert Aktionen zur Rettung von Wildtieren. Die Regierung von Rio Grande do Sul schließt einen Vertrag mit Sea Shepherd, um einen Rettungsplan für verölte Tiere zu entwickeln.

2000 crew425 4groupFebruar: Die Sea Shepherd III wird vom Schiffsregister in Belize gestrichen, nachdem sich Kapitän Watson weigert ein Schmiergeld an belizische Beamte zu zahlen. Das Schiff wird ins Schiffsregister der Cayman-Inseln aufgenommen und in Ocean Warrior umbenannt.

März: Die Ocean Warrior fährt zu den Galapagos-Inseln. Sea Shepherd tritt in Verhandlungen mit den Nationalparkbehörden ein, um dem Galapagos Nationalpark ein Schiff samt Mannschaft zur Verfügung zu stellen. Es sollen gemeinsame Naturschutzpatrouillen zum besseren Schutz des biologisch einzigartigen Nationalparks durchgeführt werden. Die Ocean Warrior durchfährt anschließend den Panamakanal nach Miami, Florida.

April: Paul Watson unterzeichnet ein Übereinkommen mit dem Staat Rio Grande du Sol in Brasilien, das dem Instituto Sea Shepherd Brasil die Vollmacht gibt, Antiwilderer-Patrouillen an der Südküste des Landes durchzuführen. Kapitän Watson begleitet Alexander Castro, den Präsidenten von Sea Shepherd Brasilien auf dem ersten Patrouillenflug der Küstenlinie.

2000 focannonJuni: Sea Shepherd tritt der Koalition zur Gründung der Gulf of Maine International Ocean Wilderness bei. Die Ocean Wilderness schützt einen einzigartigen Teil des ökologischen Erbes in Nordamerika. Sie beginnt etwa 12 Meilen vor der Küste und zieht sich bis zum Ende der ausschließlichen Wirtschaftszone von 200 Meilen. Dabei umfasst sie jeweils zehn Meilen auf der Seite der amerikanischen und kanadischen Grenze. Durch die senkrechte Ausweitung des Schutzgebietes von der Küste bis an die Grenze und die ganze Strecke bis zum atlantischen Abgrund, kann eine große Vielfalt an Lebensräumen und Meerestieren geschützt werden.

Juli: Die Ocean Warrior überquert den Atlantik und fährt zu den Niederlanden, um eine Kampagne zum Schutz von Grindwalen auf den dänischen Färöer-Inseln vorzubereiten.

Juli: Die Ocean Warrior fährt zu den Färöer-Inseln, um gegen das jährlich stattfindende Grindwalmassaker einzuschreiten. Wieder erscheint das Thema auf den Titelblättern der europäischen Zeitungen. Sea Shepherd übt wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen aus, die immer noch Meeresfrüchte von den Färöern kaufen, vor allem auf das in Holland ansässige und bekannte Riesenunternehmen Unilever. 90 Prozent der färöischen Wirtschaft bestehen aus dem Fischhandel. Über 20.000 europäische Einzelhandelsgeschäfte stellen auf Bitten von Sea Shepherd den Fischhandel mit den Färöer-Inseln ein.

2000 faroecrew

 

2000 fokops
Färöische Polizei entert die
Ocean Warrior

 

September: Vorbereitung der Sirenian zum Transfer auf die Galapagos-Inseln gemäß dem Fünf-Jahres-Übereinkommen mit dem ecuadorianischen Nationalparkservice und der Marine. Der Nationalparkservice ist für das Überwachen des 50.000 Morgen großen Meeresschutzgebietes verantwortlich, hat derzeit aber nur ein Boot für die Patrouillen zur Verfügung. Das Darwin-Forschungszentrum ist an diesem gemeinschaftlichen Unternehmen ebenfalls beteiligt. Die Sirenian ist vertraglich verpflichtet, Patrouillen auf dem Meeresschutzreservat der Galapagos durchzuführen. Damit ist sie das erste im Ausland registrierte Schiff, das sich in den Gewässern des UNESCO-Welterbe-Gebiets bewegen darf, um rigoros gegen kommerzielle Fischfangaktivitäten im Umkreis von 40 Meilen der Basislinie dieser biologisch einzigartigen Inseln vorzugehen. Die Galapagos-Inseln sind das Hauptziel von asiatischen Schiffen, die Haie wegen ihren Rückenflossen wildern und in diesem fischreichen aber sehr sensiblen Gebiet um die Inselgruppe illegalen Fischfang betreiben.

November: Sea Shepherd sponsort die Arbeit von Seal Alert-SA in Südafrika und hilft der Organisation beim Kauf eines Schlauchbootes, das für das Retten und Pflegen von Südafrikanischen Seebären benötigt wird.

Dezember: Sea Shepherd erhebt beim Landgericht Anklage gegen den Staat Washington mit der Begründung, dass er seine eigenen Umweltschutzverordnungen vernachlässigt hat. Eine kleine örtliche Population von Ostpazifischen Grauwalen, deren Bestand um ein Vielfaches geringer war als die oftmals angegebenen 22.000+ der Hauptpopulation an Grauwalen, wurde vom Staat Washington nicht richtig geschützt. Sea Shepherd fordert, dass der Staat seiner gesetzlichen Verpflichtung nachkommt, die Waljagd des Makah-Stammes zu begrenzen und zu regulieren, um die örtliche Walpopulation zu schützen.

Dezember: Kapitän Watson fährt die Sirenian von Seattle zu den Galapagos-Inseln. Der Schauspieler Aiden Quinn ist von Costa Rica bis zu den Galapagos Teil der Besatzung.

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Kapitän Watson und berühmte Persönlichkeiten bei der Abfahrt der Sirenian: Schauspielerin Linda Blair (links im Bild)
und der Geschäftsführer von John Paul Mitchell Systems, John Paul DeJoira, sowie Schauspieler David Carradine.
.


2001

 

Januar: Der Öltanker Jessica läuft vor der Galapagos-Insel San Cristobal auf Grund und verliert 160.000 Gallonen Diesel und 80.000 Gallonen Bunkertreibstoff. Die Sirenian ist das erste Schiff am Unfallort und unterstützt drei Wochen lang das Team des Galapagos Nationalparks und ein spezielles Team der US-Küstenwache bei der Beseitigung des Öls und der Rettung von Wildtieren.

Februar: Sea Shepherd sagt bei einer öffentlichen Anhörung in Seattle (Washington) aus, bei der es um eine Umweltstudie der US-Regierung über die Waljagd des Makah-Stammes geht. Sea Shepherd äußert sich dabei zur nationalen Fischereibehörde und bringt zum Ausdruck, dass die Entstehung der Umweltstudie mangelhaft, nicht gründlich genug und für die Jagd voreingenommen ist. Als Folge wird die Veröffentlichung der endgültigen Umweltstudie verschoben.

März: Sea Shepherds Patrouillenboot Sirenian stellt vier Langleinenfischer, die innerhalb des Galapagos Meeresreservats entdeckt wurden. Im Bereich der Patrouillen durch die Sirenian nehmen Wildereifälle ab.

2001 Galapagos 2001 80
Kapitän Watson (Mitte) und Leiter von
Sea Shepherd Galapagos Sean O’Hearn (ganz rechts))
mit den Nationalparkaufsehern.
2001 Galapagos 2001 93
Ein zufriedenes Besatzungsmitglied von Sea Shepherd wickelt eine
konfiszierte Langleine auf.

2001 SharkFins3
Ein Besatzungsmitglied von Sea Shepherd
zeigt einige der Haifischflossen, die an Bord
des Langleinenfischers gefunden wurden.
2001 sean and sharkx
Der Sea Shepherd Galapagos Leiter sammelt
tote Haie auf dem illegalen Langleinenfischer zusammen.

März: Die Sirenian sichert Beweise für Korruption innerhalb der ecuadorianischen Marine und übergibt das Material an die Presse.

Juli: Während der Jahresversammlung der Internationalen Walfangkommission (IWC) fährt die Ocean Warrior nach St. Lucia auf den Westindischen Inseln und filmt einen Fischer, der einen abgeschlachteten Grindwal einholt. Am gleichen Tag bestreitet die Regierung, dass St. Lucia Wale jagt. Sea Shepherd koordiniert eine Email-Kampagne gegen die karibischen Staaten, die bei der IWC mit Japan als Gegenleistung für „Fischereihilfen“ stimmen. Daraufhin werden in St. Lucia über 400 Urlaubsbuchungen storniert.

 

2001 OWStLucia22001 WhaleHide
2001 whaleslice
Sea Shepherd findet Beweise für illegale
Waltötungen: abgeschnittene Walfluken.

2001 CoverJuli - August: Die Besatzung der Ocean Warrior patrouilliert bedrohte Eiablagestrände gefährdeter Meeresschildkröten in Tobago und unterstützt die örtliche Naturschutzgruppe, indem sie die strengere Ausübung der Gesetze zum Schutz der Schildkröten fordert.

Juli - August: Die Sirenian stellt innerhalb des Galapagos Meeresreservats zwei weitere kommerzielle Fischerboote, die auf Haifischflossen aus sind. Außerdem wird ein Wildererlager für Seegurken geräumt. Sea Shepherd setzt eine Belohnung für die Verhaftung derjenigen aus, die für die sexuelle Verstümmelung und Tötung von 15 Galapagos-Seelöwen verantwortlich sind. Die Fischer können identifiziert werden, fliehen aber auf die Hauptinsel.

2001 tobPatrolDepartAugust: Mit Nationalparkaufsehern der Kokos-Inseln an Bord, stellt die Ocean Warrior den großen ecuadorianischen Langleinenfischer San Jose. Er wird beim Wildern vor den Kokos-Inseln (Costa Rica) entdeckt und 30 Meilen Langleinen samt illegalem Fang von Haien, Schildkröten, Fächerfischen und Delfinen konfisziert.

August: Die Ocean Warrior hält bei den Galapagos-Inseln, um die Sirenian mit neuen Vorräten zu versorgen. Nachdem die Korruption innerhalb der Marine im März aufgedeckt wurde, bewacht die ecuadorianische Marine die Ocean Warrior und weist das Schiff an, die Galapagos-Inseln zu verlassen und den Leiter von Sea Shepherd Galapagos, Sean O'Hearn, mitzunehmen. Sean weigert sich und wird von der Marine verhaftet. Der Bürgermeister von Puerto Ayora garantiert O’Hearns Freilassung. O’Hearn geht nach Ecuador, um mit den Medien zu sprechen und erhebt Einspruch gegen seine Ausweisung durch die Marine.

2001 Galapagos 2001 74
Leiter von Sea Shepherd Galapagos, Sean O’Hearn.
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Die Ocean Warrior im Trockendock.

September: Die Ocean Warrior kommt in Seattle (Washington) aufs Trockendock. Es werden größere Reparatur-, Überholungs- und Malerarbeiten durchgeführt.

 

2002

 

2002 sealwars book31. Januar: Der ecuadorianische Langleinenfischer San Jose I, der von der Ocean Warrior im August 2001 gestellt wurde, wird des illegalen Fischens innerhalb der Grenzen des Nationalpark Meeresschutzreservates der Kokos-Inseln schuldig gesprochen. Das Gericht lässt das Schiff beschlagnahmen.

Watsons Buch Seal Wars, Twenty-five Years on the Front Lines with the Harp Seals (Die Robbenkriege – 25 Jahre an der Front mit den Sattelrobben) wird veröffentlicht.

 

Februar: Sea Shepherds Patrouillenboot Sirenian fängt Wilderer innerhalb des Galapagos Nationalpark Meeresschutzreservates ab. Sea Shepherd Mitglieder auf der Sirenian und Parkaufseher räumen ein illegales Wildererlager und stellen 8850 Seegurken sicher.

März: Die Ocean Warrior verlässt Seattle (Washington) und begibt sich auf den Weg nach Costa Rica, um ein Abkommen mit der costaricanischen Regierung und der Kokos-Insel-Stiftung zu unterzeichnen. Sea Shepherd erhält dadurch die Befugnis gegen alle illegalen Fischereiaktivitäten um die Kokos-Inseln vorzugehen.

2002 Drying sea cucumbers3
Beschlagnahmte Behälter mit Seegurken

April - Mai: Die Ocean Warrior erwischt den costaricanischen Langleinenfischer Varadero I beim Wildern vor der Küste von Guatemala. Kapitän Watson kontaktiert die guatemaltekischen Behörden und bittet um Rat. Er erhält die Erlaubnis den Wilderer nach San Jose (Guatemala) zu eskortieren. Der Langleinenfischer wird angewiesen über 20 Meilen Langleinen einzuholen und alle Haie und Fische an den Haken zu befreien. Die Varadero I willigt ein, versucht dann aber zu fliehen. Die Ocean Warrior setzt Feuerwehrschläuche ein, um die Wilderer zum Nachgeben zu zwingen. Die Varadero I trifft aus Versehen den Rumpf der Ocean Warrior und beschädigt sich dabei selber – die Ocean Warrior bleibt unversehrt. Am nächsten Morgen eskortiert die Ocean Warrior die Varadero I, als der Hafenkapitän von San Jose Kapitän Watson darüber informiert, dass er die Ocean Warrior wegen Gewaltanwendung gegen die Varadero I festnehmen wird. Der Besitzer des costaricanischen Schiffes hatte den Hafenkapitän bestochen. Kapitän Watson gibt die Eskortierung der Varadero I auf und fährt weiter nach Costa Rica. Als die Ocean Warrior in Costa Rica ankommt, wird Kapitän Watson aufgrund von Anschuldigungen von der Besatzung der Varadero I wegen versuchten Mordes und Sachbeschädigung angeklagt. Kapitän Watson zeigt Videobeweise der Konfrontation mit der Varadero I

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Die Varadero I flieht vor
der Ocean Warrior

um zu beweisen, dass gegen die Mannschaft des Wilderers keine Gewalt angewendet wurde und die Ocean Warrior auf Anweisung der guatemaltekischen Regierung gehandelt hatte. Die Anklage wird fallengelassen und Kapitän Watson kommt frei. Die Ocean Warrior fährt weiter zum Nationalpark der Kokos-Inseln, um dort einen Generator, ein Radarüberwachungssystem und andere Ausrüstung an die Parkaufseher als Spende zu übergeben. Zehn Tage später kehrt die Ocean Warrior zum Festland zurück und erfährt, dass ein anderer Staatsanwalt und ein anderer Richter den Fall wieder eröffnet haben, nachdem die costaricanische Fischindustrie Druck ausgeübt hat. Aufgrund mangelnder Beweise kommt es zu keiner Anklage, doch das Gericht ordnet die Verhaftung Kapitän Watsons an und hält ihn ohne Kaution auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft bis eine Abklage erhoben werden kann. Kapitän Watson antwortet, dass er einem Verhaftungsbefehl nicht nachgeben wird, solange es keine offizielle Anklage gibt. Kapitän Watson entzieht sich der Polizei, kehrt auf sein Schiff zurück und verlässt Costa Rica Richtung Panama-Stadt.

 19. April: Sea Shepherd nennt die Ocean Warrior in Farley Mowat, zu Ehren des kanadischen Schriftstellers, um – er ist internationaler Vorstand bei Sea Shepherd. Die Flagge der Kaiman-Inseln wird eingeholt und mit der kanadischen Flagge ersetzt. Die Farley Mowat tankt in Panama auf und läuft am 31. Mai aus, um auf Bitten des Galapagos Nationalparks den entwischten costaricanischen Wilderer Maria Canella II zu verfolgen.

 

Juni: Die Farley Mowat sucht zwei Wochen lang nach der Maria Canella II, kann sie aber nicht finden. Das Schiff geht in Santa Cruz (Galapagos) vor Anker, um dort Vorräte an Sea Shepherds Patrouillenboot Sirenian zu übergeben.

 

2002 Maria Canella
Die Maria Canella II.
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Sea Shepherd Mitglieder verstauen eine
konfiszierte Langleine.

Juli: Die Farley Mowat beschlagnahmt zwölf Meilen illegal ausgelegter Langleinen im Galapagos Nationalpark und übergibt sie den Parkaufsehern und der Besatzung auf der Sirenian, damit sie die Langleinen zum Hauptquartier des Galapagos Nationalparks bringen kann.

 

Juli - August: Die Farley Mowat überquert von den Galapagos den Südpazifik, um auf dem Weg nach Auckland (Neuseeland) in Tahiti aufzutanken. In Auckland beginnt die Vorbereitung einer Kampagne gegen die japanische Walfangflotte in der Antarktis.

Dezember: Die Farley Mowat verlässt Auckland, macht einen Zwischenstopp in Hobart und fährt weiter in die Antarktis, um nach der japanischen Walfangflotte zu suchen.

 

2003

 

2003 FM in ice2Januar - Dezember: Sea Shepherds Patrouillenboot Sirenian beginnt und schließt ihr drittes Dienstjahr in Partnerschaft mit dem Galapagos Nationalpark ab.

Januar: Die Farley Mowat bleibt bis Ende Januar in der Antarktis. Während der Kampagne wird die japanische Walfangflotte nicht gefunden. Die Japaner wissen von der Sea Shepherd Kampagne, ändern ihren Operationsplan und meiden die Farley Mowat.

 

Januar: Kapitän Watson wird von der Organisation Conservation International in die Dominikanische Republik eingeladen, um Strategien zum Schutz des Galapagos-Korridors zu diskutieren.

 

März: Kapitän Watson leitet eine Untersuchung der ausgeweiteten Robbenjagd an der Ostküste Kanadas per Hubschrauber.

April: Kapitän Watson wird ins Aufsichtsgremium des US-amerikanischen Sierra Clubs gewählt.

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April: Die Farley Mowat überquert den Pazifik von Auckland nach Victoria (Britisch-Kolumbien), um Langleinen ausfindig zu machen und zu zerstören. Hunderte Meilen an Langleinen werden eingeholt und vernichtet.

August: Eine Sea Shepherd Mannschaft aus Neuseeland reist auf die Solomon-Inseln, um den illegalen Fang von Delfinen zu dokumentieren.

2003 dolphins32003 workers feeding

Oktober: Eine Sea Shepherd Mannschaft kommt in Taiji (Japan) an. Sea Shepherds Dokumentation des Delfin-Abschlachtens wird weltweit auf den Titelseiten internationaler Zeitungen abgebildet und im Fernsehen gesendet.

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2003 High Rez taiji12003 Bringing in a Dolphin2003 taiji 1b

November - Dezember: Allison Lance und Alex Cornelisen tauchen in die Bucht von Taiji, um Netze zu zerschneiden und 15 Delfine zu befreien, die abgeschlachtet werden sollen. Beide werden verhaftet und verbringen drei Wochen im Gefängnis bevor sie freigelassen werden. hier klicken, um das Video von Allison im Kampf gegen die Delfin-Killer zu sehen.

 

2004

 

Januar - Dezember: Sea Shepherds Patrouillenboot Sirenian beginnt und schließt ihr viertes Dienstjahr in Partnerschaft mit dem Galapagos Nationalpark ab.

 

März: Die Farley Mowat verlässt Seattle und fährt zu den Galapagos-Inseln.

April - Juni: Die Farley Mowat patrouilliert den Galapagos Nationalpark, um Wilderer abzufangen. Die Mannschaft der Farley Mowat stellt einen costaricanischen Langleinenfischer, einen ecuadorianischen Stellnetzfischer und einen ecuadorianischen/amerikanischen Thunfischschleppnetzfischer und hilft bei deren Verhaftung. Die Sea Shepherd Mannschaft zerschneidet und öffnet das Schleppnetz und befreit den illegalen Fang von ungefähr zehn Tonnen Thunfisch.

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2004 longline collection may2004
Mannschaftsmitglied neben Haufen von konfiszierten Langleinen.
2004 Kendy
Die Sea Shepherd Besatzung stellt ein Schiff unter Arrest.

 

Juni: Die Farley Mowat fährt zu den Malpelo-Inseln vor der Küste von Kolumbien. Die Mannschaft der Farley Mowat kommt rechtzeitig an, um den Beinbruch eines kolumbianischen Parkaufsehers einzurichten und Verhandlungen zu führen, um dem Malpelo Nationalpark ein Patrouillenboot zu liefern.

Juli: Die Farley Mowat dockt in Curacao an, um eine Kampagne an der Küste Brasiliens vorzubereiten.

August: Die Farley Mowat verlässt Curacao und fährt nach Sao Luis (Brasilien).

September - Oktober: Die Farley Mowat patrouilliert die Küste von Brasilien. Mit dem Sea Shepherd Institut Brasilien wird eine Zusammenarbeit mit den Aufsehern des San Fernando de Noronha Nationalparks ausgearbeitet.

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2004 Mar 0012004 Low 125
Freiwillige von Sea Shepherd Brasilien schließen sich für die Kampagne Kapitän Watson und Sea Shepherd an.
2004 Geert Vons Painting Ship2004 FM 1
Der holländische Künstler Geert Von Jon bemalt die Farley Mowat mit Walen und Delfinen.

November: Die Farley Mowat kehrt nach Curacao zurück, wo der holländische Künstler Geert Von Jon das Schiff mit Walen und Delfinen bemalt, um es auf eine Robbenschutzkampagne im Jahr 2005 vorzubereiten. Eine Sea Shepherd Mannschaft fährt nach Taiji (Japan), um Delfine zu beschützen. Sea Shepherd organisiert am 19. November einen internationalen Protesttag gegen das japanische Delfinabschlachten.

Dezember: Die Farley Mowat verlässt Curacao Richtung Bermuda, um letzte Vorbereitungen für die Robbenschutzkampagne in Ostkanada zu treffen.

 

2005

Februar - April: Das Sea Shepherd-Schiff Farley Mowat verlässt Bermuda, tankt in Portland (Maine) auf, schlägt sich mit Bürokraten in Halifax herum und fährt in den Sankt-Lorenz-Golf, um das Abschlachten von Robbenwelpen zu verhindern. Auf dem Eis wird ein Sea Shepherd Mitglied gewaltsam angegriffen. Elf Besatzungsmitglieder werden verhaftet und angeklagt, das Töten der Robben dokumentiert zu haben. Die Polizei weigert sich die Robbenjäger wegen des Angriffes anzuzeigen. Das Schiff tankt auf den französischen Saint-Pierre und Miquelon Inseln und macht sich auf den Weg zum nördlich gelegenen Labrador. Zum ersten Mal begibt sich ein Schiff an die Labrador-Front, um gegen das Robbenschlachten einzuschreiten. Die Mannschaft kämpft mit heftigen Stürmen und schikaniert die Robbenjäger..

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Ein Mannschaftsmitglied genießt einen friedlichen
Moment mit einem Sattelrobbenwelpen
(im Hintergrund die Farley Mowat, Sea Shepherds Flaggschiff).
2005 FM CG Sealing ship
Die kanadische Küstenwache positioniert sich zwischen
Sea Shepherd und den Robbenjägern.

2005 Ians assult 1 lisa shalom
Ein Kapitän eines Robbenjagdschiffes greift
Sea Shepherd Mitglieder mit seinem Hakapik an.
2005 Arrest Lisa and Laura
Mitglieder werden von der RCMP
(Royal Canadian Mounted Police)
verhaftet und auf ein Schiff der Regierung gebracht.

April: Die Besatzung der Farley Mowat legt 16 Netzschneider am Ende der Grand Banks von Neufundland aus, um Schleppnetzfischer abzuschrecken. Das Schiff kehrt auf die Bermudas zurück.

Juni - Juli: Die Farley Mowat kommt aufs Trockendock in Jacksonville (Florida). Dort werden Schäden repariert, die während der Robbenkampagne entstanden sind.

Juli: Die Farley Mowat durchfährt den Panamakanal und liefert Vorräte bei den Aufsehern des kolumbischen Malpelo Insel Nationalparks ab.

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August - September: Die Farley Mowat liefert auf den Galapagos Vorräte für das Sea Shepherd-Schiff Sirenian ab. Sea Shepherd richtet ein festes Büro ein und verlängert ein Übereinkommen mit dem Galapagos Nationalpark, um die Patrouillen des Galapagos Nationalpark Meeresschutzreservates zu unterstützen.

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Sea Shepherd Galapagos Leiter Sean O’Hearn mit Kapitän Watson vor dem neuen Büro.
2005 Galapagos 1852005 Galapagos  364
Kapitän Watson trifft sich mit den Galapagos Nationalparkvertretern, um das Übereinkommen der
gemeinsamen Patrouillen zu verlängern.
2005 Galapagos 019

Oktober - November: Die Farley Mowat überquert den Südpazifik Richtung Melbourne (Australien). Auf dem Weg dorthin sucht das Schiff nach illegalen Langleinen und beschlagnahmt sie. Die Besatzung untersucht die abgelegene Henderson-Insel nach Beweisen illegaler Fischereiaktivitäten und hält bei der Insel Pitcairn an. Die Farley Mowat willigt ein, die Post der Insel Pitcairn nach Neuseeland mitzunehmen. Nachdem das Schiff in Neuseeland aufgetankt hat, fährt es weiter nach Melbourne.

2005 2006 Antarctica New Zealand and Australia 062
Die Kapitäne Cornelissen und Watson treffen sich mit der australischen Berühmtheit
und Whale Watching-Fürsprecherin Mimi McPherson.
2005 2006 Antarctica crew Melbourne port
2005 2006 Antarctica Nisshin Maru December 25 0472005 2006 Antarctica Nisshin Maru December 25 001

Dezember: Die Farley Mowat verlässt Melbourne und nimmt einen von Sea Shepherd erworbenen Hubschrauber auf.

Das Schiff fährt dann nach Süden, um nach der japanischen Flotte zu suchen. Sie wird am 22. Dezember ausfindig gemacht und flieht, als sich Sea Shepherd ihr nähert. Am 25. Dezember kreuzt die Farley Mowat die Kurslinie des japanischen Fabrikschiffes Nisshin Maru und versucht die Schiffsschraube zu blockieren. Die Nisshin Maru flieht daraufhin und die Farley Mowat nimmt wieder die Verfolgung auf.

 

2006

Januar: Die Farley Mowat jagt die Nisshin Maru 3000 Meilen entlang der antarktischen Küste. Am 8. Januar nähert sich die Farley Mowat noch einmal der Nisshin Maru und bringt Schraubenschlingen aus. Die Nisshin Maru beendet ihre Walfangaktivitäten und flieht. Am 9. Januar fängt die Farley Mowat die Oriental Bluebird ab und rammt sie. Die Oriental Bluebird ist ein Schiff, das die Walfangflotte unterstützt. Sie wird aufgefordert, das Antarktische Walschutzgebiet zu verlassen und fügt sich. Die Oriental Bluebird kehrt nicht zurück.

2005 2006 Antarctica Oriental Bluebird January 9 017
Die Farley Mowat stellt die Oriental Bluebird.
2005 2006 Antarctica Oriental Bluebird January 9 162
Die Oriental Bluebird wird seitlich gerammt.

Die Farley Mowat beendet eine 50-Tagesreise über 8500 Meilen von Melbourne nach Cape Town. Die japanische Flotte wurde für 15 Tage außer Gefecht gesetzt und daran gehindert, ihre Fangquote zu erfüllen (auf Druck der japanischen Regierung wurde die Farley Mowat von südafrikanischen Behörden aufgehalten.)

März/April: Sea Shepherd hält eine Pressekonferenz in Ottawa, Kanada, mit Brigitte Bardot ab, um sich dem Abschlachten von Seehunden entgegenzustellen. Sea Shepherd überzeugt Costco, Kapseln mit Seehundöl aus ihrem Laden in Neufundland zu nehmen, was eine Grundsatzdebatte im Osten Kanadas auslöst.

2006 Watson and Brigitte Bardot
Kapitän Paul Watson und Brigitte Bardot.
2006 Bardot Press Conference Persia Paul and Brigitte
Sea Shepherd-Direktoriumsmitglied Persia White,
Kapitän Paul Watson und Brigitte Bardot.

Mai/Juni: Die Farley Mowat entflieht aus Kapstadt, Südafrika. Die Crew wird bei ihrer Ankunft in Fremantle, Australien, als Helden begrüßt.

Oktober: Sea Shepherd kauft das schottische Fischereipatrouillenboot Westra in Rosyth, Schottland. Das Schiff wird in Robert Hunter umbenannt, zu Ehren des Mannes, der Journalist, Mitbegründer von Greenpeace, Freund von Kapitän Watson und Sea Shepherd Beiratsmitglied ist.

2006 farleymowat capetown
Die Farley Mowat in Kapstadt.
2006 Robert Hunter leaving Rosyth
Die Robert Hunter beim Verlassen von Rosyth.
2006 campaign report Bob Hunter 1998 Gray Whale Campaign
Bob Hunter auf der 1988er
Sea Shepherd-Kampagne Makah.

Dezember: Die Robert Hunter verlässt Schottland und fährt direkt in den Nord- und Südatlantik. Die Farley Mowat fährt von Melbourne, Australien nach Hobart, Tasmanien.

 

 

2007

Januar: Die Robert Hunter tankt in Puntarenas, Chile, auf und eilt dann ins Rossmeer, um die japanische Walfangflotte zu suchen. Die Farley Mowat startet mit der gleichen Mission von Tasmanien aus in Richtung Rossmeer.

Februar: Die Robert Hunter und die Farley Mowat orten die Walfangflotte. Die Harpunenschiffe fliehen nach Norden. Eine Walschule flieht nach Westen und die Nisshin Maru nach Osten. Sea Shepherd jagt die Nisshin Maru und stört deren Aktionen, worauf sie ihre Aktivitäten einstellen. Zwei Sea Shepherd-Crewmitglieder werden zeitweise vermisst, als starker Nebel hereinbricht, doch sie werden acht Stunden später gefunden und gerettet.

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Februar: Die Robert Hunter und die Farley Mowat entdecken das japanische Schiff Kaiko Maru beim Walfang. Beide Schiffe behindern sich gegenseitig und die Wale entkommen. Die Kaiko Maru rammt die Robert Hunter zweimal und fügt ihr dabei Schäden an der Außenwand zu.

Die Robert Hunter kehrt am 19. Februar nach Melbourne zurück, die Farley Mowat am 21. Februar.

2007 focus 070322 SharkwaterMärz: Der Film Sharkwater, bei dem Rob Stewart Regie geführt hat und der von Sea Shepherd mitproduziert wurde, erntet in Kanada ausgezeichnete Kritiken. Stewarts Film liefert ausführliches Filmmaterial, das er aufnahm, als er Sea Shepherd auf der 2002-Costa Rica/Galapagos-Kampagne begleitete.

Mai bis August: Die Farley Mowat föhrt von Bermuda zu den Pitcairn Islands, Galapagos und dem Panamakanal. Während dieser Reise beschlagnahmt das Schiff illegale Langleinen im Galapagos Nationalpark und patroulliert vor der ecuadorianischen und kolumbischen Küste nach Haiwilderern.

2007 070107 JonnyV longline2007 Other angles 1

Juni und Juli: Sea Shepherds Galapagos Direktor Sean O'Hearn führt Razzien auf dem ecuadorianischen Festland durch, bei denen 45.000 Haiflossen und 92.000 Seegurken beschlagnahmt werden und über ein Dutzend Wilderer verhaftet werden, wobei die Praktiken der ecuadorianischen Haiflossenmafia aufgedeckt werden.

2007 070107 Ben lonline
Die Crew holt kilometerlange Langleinen ein.
2007 Sean with confiscated shark fins in Police Station 1
Am 13. Juni konfiszieren
Sea Shepherd und die Umweltschutzpolizei
19.018 Haifischflossen.
2007 drying shark fins on roof 2
Haiflossen zum Trocken auf dem Oberdeck.

 

2007 Sean Lt. Paco Chavez of Env Police Police Env Biologist
Sean O’Hearn und Polizeibeamte zeigen einige der beschlagnahmten Haiflossen.

August: Die Verhaftung der Rädelsführer, die Verbindungen in die Politik haben, ruft einen Skandal in Ecuador hervor und bringt den Präsidenten Correa in Verlegenheit, der Sean O’Hearn ausweisen ließ, dann aber den Befehl in letzter Minute zurückzieht, kurz bevor O’Hearn insFlugzeug steigt.

 

September: Kapitän Watson überführt die Robert Hunter für Reparaturen und Vorbereitungen für die 2007/2008 Kampagne, bei der gegen den illegalen japanischen Walfang eingeschritten wird, von Melbourne nach Tasmanien.

2007 news 071029 1 1 Surfers Expose Taiji Pilot Whale Slaughter2007 news 071028 1 01 Surfers Take Action

Oktober: Sea Shepherd besucht eine starbesetzte Benefizveranstaltung mit dem Namen Breaking the Ice (brechen wir das Eis) zu deren 30.Geburtstag in Santa Monica.

Oktober: Sea Shepherd arbeitet mit dem Weltklassesurfern Kelly Slater und Dave Rastovich zusammen, um dem schrecklichen, jährlich stattfindenden Delfinschlachten in Taiji, Japan, entgegenzutreten.

Dezember: Die Robert Hunter wurde umbenannt in Steve Irwin, läuft von Melbourne, Australien, aus und eilt ins Rossmeer, um die illegalen Walfangbestrebungen der Japaner, Buckel-, Finn- und Pottwale zu ermorden, zu behindern und zu unterbrechen.

2007 071205 Paul Watson and Terri Irwin celebrate new name of ship2007 071205 Paul Watson and Terri Irwin in front of ship 22007 120507 SI sailing

 

2008

Januar - März: Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin fährt zweimal in die Antarktis, um die illegalen Walfangaktivitäten in Südlichen Walschutzgebiet zu stören. Zwei Crewmitglieder von Sea Shepherd gingen an Bord eines japanischen Harpunenschiffes, wurden dort drei Tage lang festgehalten und dann freigelassen. Die japanische Küstenwache wirft Handgranaten und feuert auf die Sea Shepherd Crew. Das Endergebnis ist, dass über 500 Wale gerettet werden und die japanische Flotte finanzielle Verluste erleidet.

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Die japanische Crew fesselt Sea Shepherd Freiwillige.
2008 080115 tied up 2
Zwei Sea Shepherd Crewmitglieder gehen an Bord
des japanischen Forschungsschiffes, um eine Nachricht
an den Kapitän zu überbringen,da er Antworten
auf Funksprüche ablehnt.

2008 080303 Laurens de Groot and Nisshin Maru2008 080303 Ralph Lowe and Laurens de Groot

2008 080307 Japanese coast guard tossing grenades 12008 080307 Japanese coast guard tossing grenades 2
Die japanische Küstenwache wirft Handgranaten.
2008_080307_Paul_Watson_holding_bullet_and_bent_badge2008 080307 Paul Watson immediately after he was shot
Kapitän Watson holt eine Kugel aus seiner schusssicheren Weste.

Februar: Der Plan der Planktos Inc.,100 Tonnen Eisenstaub in die Gewässer um die Galapagosinseln abzukippen, ist gestoppt. Das Unternehmen nennt Störungen seitens Sea Shepherd als Grund, warum sie das Vorhaben, das von der US-amerikanischen EPA verurteilt wurde, aufgaben. Sea Shepherd bedrängte Planktos auf Galapagos, Miami, Bermuda und den kanarischen Inseln. Planktos versuchte, die Planktonblüte künstlich voranzutreiben, um mit Emissionsgutschriften Geld zu verdienen. Dieses Vorhaben war wissenschaftlich unglaubwürdig.

Februar: Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin und seine Crew entdecken, dokumentieren und melden die illegalen Aktivitäten von Wilderern auf schwarzen Seehecht, vor der Antarktischen Küste und innerhalb des australischen Territioriums.

März: Sea Shepherd organisiert in Zusammenarbeit mit der ecuadorianischen Staatspolizei ein K-9 Programm, um geschmuggelte Haiflossen und Seegurken an Häfen und Flughäfen aufzuspüren.

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Zwei Männer des K-9 Teams mit Spürhund,
abgerichtet auf gewilderte Tiere.
2008 news 080324 2 2 Farley Mowat departs Bermuda
Die Farley Mowat verlässt Bermuda.

März: Kapitan Paul Watson bekommt den Preis „Steve Irwin Wildlife Warrior of The Year“ von Terri Irwin überreicht.

März und April: Das Sea Shepherd Schiff Farley Mowat verlässt Bermuda in Richtung Eisschollen des St.Lorenz-Stromes, um illegale Robbenfangaktivitäten zu dokumentieren. Obwohl das Schiff sich niemals in kanadischen Gewässern aufhält, schickt die kanadische Regierung eine Spezialeinheit, um das Schiff zu beschlagnahmen und alle Video- und Fotoaufnahmen von diesem Robbenschlachten zu konfiszieren. Der dänische Kapitän Alex Cornelissen und der schwedische Erste Offizier Peter Hammarstedt werden verhaftet und angeklagt wegen zu starker Annäherung an eine Robbenjagd. Sie wurden gegen eine Kaution von 10.000$ freigelassen, die Kapitän Watson mit „Doubloons“ (kanadische 2$- Münzen) aufbringt. Das Schiff wurde festgehalten und 24 Stunden lang unter bewaffnete Wachen gestellt bis zum Prozess- geplant im April 2009. Diese Unternehmung zum richtigen Zeitpunkt zieht internationale Aufmerksamkeit auf das kanadische Robbenschlachten und trägt dazu bei, dass das Europäische Parlament einen Antrag auf Verbot sämtlicher Robbenprodukte stellt.

2008 media 080330 2 2 coast guard ramming Farley Mowat 1
Die Küstenwache rammt die
Farley Mowat
2008 news 080415 2 1 Watson toonies
Kapitän Watson liefert einen Sack
voller „Doubloons“ ab, um die Kaution zu bezahlen.
2008 news 080425 1 1 Farley confiscated
Die Farley Mowat unter Arrest.

 

April: Sea Shepherd Brasilien gewinnt einen Rechtsstreit gegen illegale Fischfangaktivitäten in Brasilien. Das Gericht belegt die Firmen mit einer Geldstrafe auf Grund der Beweise, die Sea Shepherd gesammelt hat.

Juni: Kapitän Watson erwartet zusammen mit dem Sea Shepherd-Vorstandsmitglied und ehemaligen australischen Umweltminister sowie ehemaligen australischen Walfangkommissar Ian Campbell, das Treffen der Internationale Walfangkommission in Santiago, Chile. Sea Shepherd kündigt für Dezember 2008 die Operation Musashi an, also die Rückkehr in den südlichen Ozean, um ein weiteres Mal gegen den illegalen japanischen Walfang vorzugehen.

Juni: Sea Shepherd UK überzeugt Hakkasan in London, eines der weltbekanntesten Resaurants, Haifischflossen von seiner Speisekarte zu streichen.

Juli: Das Europäische Parlament stimmt für einen Antrag, alle Robbenprodukte aus der abscheulichen Jagd, in Europa zu verbieten.

August: Sea Shepherd und Lush Cosmetics arbeiten zusammen, um eine weltweite Kampagne zum Schutz der Haie ins Leben zu rufen. Kapitän Paul Watson und Lush halten eine Pressekonferenz in Sydney, Australien, ab, um den Fokus auf einen Widerspruch zu lenken, der gegen die Pläne, eine Haiflossenfabrik in Queenland zu eröffnen, geht. Als Reaktion darauf stellt das Europäische Parlament einen Antrag auf ein Verbot sämtlicher Robbenprodukte.

2008 news 080821 1 2 Sydney 077
Kapitän Paul Watson von Sea Shepherd und
Andrew Butler, der für LUSH’s Werbung
weltweit zuständig ist,
starten die Haischutzkampagne.
2008 news 081017 3 03 02 TodEmko Rene Freire Colon Jimenez Alex
Der Sea Shepherd Freiwillige Tos Emko
, Kapitän Rene Freire auf der Sea Mar 2
(einer der Starts der „Tiburon Martillo“),
Techniker Colon Jimenez und der Direktor
von Sea Shepherd Galapagos Alex Cornellisen.

 2008 media 080902 1 4 S6301090August: Die Filmbiografie über Kapitän Watson, „Pirate of the Sea“ von Ronald Colby hat auf dem Telluride Film Festival Premiere.

September: Lush Cosmetics und Sea Shepherd sorgen für internationale Schlagzeilen, als sich die Performancekünstlerin Alice Newstead in einem Schaufenster des Lush-Geschäftes im Zentrum von London an einen Haihaken hängt. Die weltweite Anti-Haiflossenjagdkampagne fördert das Bewusstsein über das verbrecherische Haiflossengeschäft.

 

September 2008: Der Film Am Ende der Welt von Tim Gorski, Dan und Craig Stone hat seine Erstaufführung auf dem Toronto Film Festival. Dieser Film dokumentiert die 2006/2007-Kampagne Operation Leviathan zum Schutzder Wale in der Antaktis.

September: Sea Shepherd ruft zu eine 20-jährigen "Schließung" der Grand Banks vor Neufundland auf, um das Überleben der Dorsche und anderer bedrohter Fischarten zu sichern.

Oktober: Sea Shepherd Galapagos hilft dabei, eine sich ständig in Bewegung findende Basis zu installieren, die kontinuierlich gegen Wilderer bei den nördlichen Inseln vorgeht.

2008 news 080902 1 3 S63010882008 news 080903 1 2 Hooks pro2008 news 081017 3 02 01b Tiburon Martillo 2

2008 Whale Wars Logo1 white 200Der Sender Animal Planets beginnt um 21:00 Uhr ET/PT mit der Ausstrahlung des ersten von sieben Teilen der Serie „Whale Wars“.   Animal Planet Kanada sendet "Whale Wars" zum ersten Mal am 9. November um 20:00 Uhr ET / 21:00 Uhr PT.

 Dezember 2008 – Februar 2009: Die 2008/2009 Antarktis-Walverteidigungskampagne, Operation Musashi, beginnt mit der Reise des Sea Shepherd-Schiffes Steve Irwin ins südliche Walschutzgebiet, das gegen die illegale japanische Walfangflotte eingreift und dabei das Leben von 305 Walen rettet.


2009

Februar: Auf der “Goed Geld Gala” in den Niederlanden übereicht die Niederländische “Postcode Lottery" Sea Shepherd eine „Beihilfe“ für das Jahr 2009, dotiert mit 500,000 €.

April: Das Schiff Skarbakk, ein gesetzloser Walfänger, wurde bei den Norwegischen Lofoten durch ein Umweltschutzkommando von „Agenda 21“ versenkt.

April: Sea Shepherd und Mitglieder von ARK II überzeugen Holista Health Inc., die Gesundheitspräparate in kanadischen und U.S.-amerikanischen Läden verkaufen, darunter Costco, Shoppers Drug Mart und WalMart, den Vertrieb von echten Haiknorpelprodukten zu beenden und solche Produkte nicht mehr länger zu produzieren.

April: Auf dem zweiten Annual Award Ceremony, veranstaltet von der Academy of Television Arts and Science, ehrt Tippi Hedren die Präsidentin von Animal Planets, Marjorie Kaplan, mit einem Fernsehpreis für Whale Wars.

Mai: Das europäische Parlament stimmt mit 550 zu 49 Stimmen dafür, den Import von Robbenprodukten zu verbieten.

Mai: Der Ferienort World at Sentosa, Singapur, stoppt die Planung, ein größeres Aquarium zu bauen, das dafür bestimmt gewesen wäre, gefangene Walhaie zur Schau zu stellen. Dieser Sieg ist zum Teil Sea Shepherd zu verdanken sowie anderen Umweltschutzgruppen, die sich dem Bau in Singapur monatelang durch eine internationale Walhaipetition, die über 9000 Unterschriften einbrachte, aktiv entgegenstellten.

Mai: Sea Shepherd und LUSH handmade Cosmetics, werden Partner und überreichen dem kanadischen Senator Mac Harb 9.681 Online- und 38.015 Petitionen per Postkarte von Unterstützern der Gegner der kanadischen kommerziellen Seehundjagd. Er versichert, jede einzelne Petition direkt an den Kanadischen Premierminister Stephen Harper und an das nationale Kapitol in Ottawa, Ontario, zu übersenden. Auch kaufen Förderer Schwimmflügel und Cremes mit Spendenanteil, woraufhin LUSH 36.894,02 US$ an Sea Shepherd übergibt, um sich der Seehundjagd entgegenzustellen.

Mai: Die Mollendo,ein Übungsschiff der peruanischen Marine, läuft in Acadamy Bay, Santa Cruz Island, Galapagos, in der Nähe eines Riffs auf Grund, an dem sich bekanntermaßen Weißspitzenriffhaie sammeln. Dank dem National Park, zusammen mit der ecuadorianischen Marine, der Umweltpolizei und dem Frachtschiff Angelina, wurde das Schiff auf Schäden untersucht; glücklicherweise lief kein Treibstoff aus.

Juni: Die Whale Wars Season 2- Premiere zieht 1,2 Millionen Zuschauer in ihren Bann; ausgestrahlt in den USA am Freitag, den 5. Juni und erstmals in Kanada am Donnerstag, den 10. Juni, jeweils auf Animal Planet.

Juni: Alle Anklagen gegen Kapitän Paul Watson wegen angeblichen Betreibens eines in Kanada registrierten Schiffes ohne Lizenz wurden von einem kanadischen Gericht fallengelassen. Verteidiger Terry La Liberte konnte beweisen, dass Kapitän Watson die Gesetze einhält und darüber hinaus den Rekord hält, noch niemals auch nur einer einzigen Straftat oder eines Angriffs auf See schuldig gesprochen worden zu sein.

Juni: Das Touristenboot Evolution läuft in der Nähe von Espanola im Süden Galapagos’ auf Grund; es entweicht eine unbekannte Menge von Dieseltreibstoff in das empfindliche Gewässer.

Juni: Kapitän Paul Watson erwartet das 61. Jahrestreffen der internationalen Walfangkommission auf Madeira, Portugal, und kündigt unsere sechste Antarktis-Walverteidigungskampagne, die Operation Waltzing Matilda, an.

Juni: Die ecuadorianische Umweltschutzpolizei, unterstützt vom Galapagos National Park Service und der K9-Einheit (die wiederum von Sea Shepherd unterstützt wird), durchsuchte das Haus eines Fischers auf Santa Cruz Island und fand 52 Rückenflossen von Großhaien. In der gleichen Woche verhaftete die Umweltschutzpolizei einen Hummerwilderer und konfiszierte 176 illegal gefangene rote und grüne Hummer auf Isabela Island.

Juni: Das kommerzielle Thunfischboot Don Mario wurde innerhalb des Galapagos Marine Reservates beim verbotenen Fischen erwischt. Das Schiff wurde mit Hilfe des neuen Sattelitensystems geortet, das von Sea Shepherd mit finanziert wurde. Die Don Mario wurde sowohl mit Thunfisch als auch mit Meeresschildkröten in ihren Netzen gestellt.

Juli: Die Performancekünstlerin Alice Newstead hängte sich im Schaufenster eines „Lush“-Ladens in der Avenue General du LeClerc in Paris an einen Haihaken, um auf den kriminellen Haiflossenhandel aufmerksam zu machen.

Juli: Ein Gönner von Sea Shepherd bietet offiziell anerkannte Geocaching-Münzen an, deren Erlös gespendet wird, um auf die kommenden Naturschutzkampagnen aufmerksam zu machen.

August: Modest Mouse bringt das Musikvideo für “King Rat” , geleitet von Heath Ledger (Beiratsmitglied von Sea Shepherd), heraus, um Sea Shepherd zu unterstützen und um auf den illegalen Walfang in der Antarktis hinzuweisen.

August: Kapitän Paul Watson übergibt den Umweltschützerpreis des Jahres an den Freesurfer und Aktivisten David Rastovich zum 20. jährlich stattfindenden SIMA Waterman’s Ball, der in Laguna Niguel in Kalifornien abgehalten wurde.

August: Charity Navigator ehrt Sea Shepherd mit dem begehrten 4-start charity rating in Anerkennung für überragende 75% der Stimmen der US-Wohltätigkeitsverbände und für einwandfreies Finanzhandling.

September: Kapitän Alex Cornelissen und der Erste Offizier Peter Hammarstedt wurden zu einem Bußgeld von je 11.607,00 $ und dem Einreiseverbot nach Kanada verurteilt. Dies für das „Verbrechen“, im Frühjahr 2008 eine Robbenjagd aus 926 Metern Entfernung beobachtet zu haben.

September: Die letzte Phase für das von Sea Shepherd unterstütze K-9-Projekt geht zu Ende mit der Finanzierung aller drei Galapagosinseln und dem Bau der „Hundehütte“ auf Isabela. Führer und Hunde wurden auf die Insel gebracht. Sie werden ihre Untersuchungen auf Isabela beginnen, die die höchste Wildererrate der Galapagosinseln hat. Die Inspektionen werden auf alle drei Inseln ausgebaut, auf Häfen und Flughäfen mit stichprobenartigen Gepäckkontrollen, um kriminelle Wildereraktivitäten innerhalb dieses UN-Weltkulturerbes zu beenden.

Oktober: Sea Shepherd enthüllt sein neuestes Schiff zur Verteidigung der Ozeane: die Ady Gil, ein Trimaran, der den Weltrekord in der Erdumrundung hält und nach seinem Stifter, Mr. Ady Gil aus Los Angeles, Kalifornien, der geholfen hat, das Schiff zu erstehen, benannt ist.

Oktober: Sea Shepherd kam in einer satirischen Folge von South Park vor, die „Whale Whores“ (Walhuren, in Anlehnung an Whale Wars (=Walkriege) auf Animal Planet, Anm. d. Übs.) hieß und auf Comedy Central am 28. Oktober 2009 ausgestrahlt wurde.

November: Mit großzügigen Spenden von ECWF, Marcel Wensveen und LUSH Handmade Cosmetics, überreichte Sea Shepherd Galapagos offiziell eine große Menge an Funkausrüstungen an die National Police auf Galapagos. Diese Ausrüstung ermöglicht die Kommunikation zwischen den Inseln, was wiederum hilft, die Menschen und Tiere auf den empfindlichen Galapagos Inseln zu schützen.

Dezember: Der Bürgermeister von Fremantle, Brad Pettitt, übergibt unserem Schiff Steve Irwin eine Tafel mit dem Wappen von Fremantle und eine Flagge von Fremantle, mit den Auftrag an die Steve Irwin, die Stadtfarben ins Südpolarmeer zu tragen, womit sich Kapitän Watson voller Stolz einverstanden erklärt, dies zu tun.

 

Dezember: Unsere Schiffe Steve Irwin und die Ady Gil laufen aus in die Antarktis, um die japanische Walfangflotte zu suchen, während unser neu erlangtes Schiff Bob Barker heimlich von Mauritius aus ausläuft, um die Walflotte auszumachen und zu überraschen.


2010

Januar – März: Drei Sea Shepherd-Schiffe (Steve Irwin, Bob Barker, Ady Gil) fahren ins südliche Walschutzgebiet um gegen die illegalen Walfangaktivitäten der Japaner vorzugehen. Die Shonan Maru #2 rammt und versenkt absichtlich die Ady Gil. Kapitän Peter Bethune geht an Bord der Shonan Maru #2, um eine Rechnung für den verursachten Schaden an seinem versenkten Boot zu übergeben, was ihn letztlich in ein japanisches Gefängnis bringt. Volle drei Wochen lang wird kein einziger Wal ermordet, während die Sea Shepherd-Schiffe der Walfangflotte folgen. Die Operation Waltzing Matilda ist ein Erfolg, da die Leben von 528 Walen gerettet wurden, und dies den Japanern Verluste in zweistelliger Millionenhöhe gebracht hat.

Januar: The Cove (Die Bucht), eine Dokumentation, die das Delfinmassaker in Taiji aufzeigt und Sea Shepherd unterstützt, gewinnt 2010 den Academy Award für den besten Dokumentarfilm.

Februar: Sea Shepherd erhält zusätzilch 1 Million Euro von der Dänischen National Postcode Lottery, um das aktuelle Projekt ,das Galapagos Marine Reserve, zu unterstützen.

Februar: Die Crew der Bob Barker birgt Bojen und konfisziert illegale Treibnetze im südlichen Walschutzgebiet.

März: Sea Shepherds Außenkoordinator Zoli Teglas organisiert eine verdeckte Operation, bei der Charles Hambleton von dem Acedemy Award -Siegerfilm „The Cove“ (Die Bucht) rekrutiert wird, der dabei hilft, den heimlichen Verkaufs eines Gerichtes aus Walfleisch aufzudecken. Das Restaurant „The Hump“ in Santa Monica schließt auf Grund der Proteste von Sea Shepherd und des daraus resultierenden öffentlichen Druckes.

April: Unser Schiff Steve Irwin entdeckt 400 Seemeilen südöstlich des Galapagos Weltkulturerbes und Biospherenreservates eine 3x2m große FAD (Fangvorrichtung, die Fische zusammenpfercht), verdeckt von einem schwarzen, 12 Meter langen Fischernetz.

April: Kapitän Watson spricht auf der TED-Konferenz in San Francisco, zu der einige der weltbesten Denker und Macher eingeladen wurden, um zu präsentieren, was sie am meisten beschäftigt.

Mai: Eine großzügige Spende von LUSH Handmade Cosmetics ermöglicht Sea Shepherd eine ganzseitige Anzeige in der lokalen Zeitung el Colono und außerdem Radiowerbung, die das Bewusstsein zum Schutz der Haie auf Galapagos erwecken. Auch wurden Ratgeber für Lehrer gedruckt, damit diese das Thema in den Schulunterricht einfließen lassen.

Mai: In Puerto Ayora auf den Galapagos Inseln organisiert Sea Shepherd die Konferenz: “Umweltstrafrecht als Werkzeug für den Naturschutz auf Galapagos und der Region“, wo der Generalstaatsanwalt von Ecuador die Ernennung des Hauptanklägers für die Provinz von Galapagos ankündigt, der spezialisiert ist auf Umweltrecht. Der Generalstaatsanwalt setzte sich für die „Declaration of Galapagos“ ein, die der Judikative, der Armee und der Polizei erlaubt, das Umweltstrafrecht in geschützten Gebieten von Galapagos zu verschärfen.

Mai: Kapitän Watson spricht mit dem ABC “Courage-Forum“ in New York City weiter, mit Richard Branson und Philippe Petit.

Mai: Scott West, ehemaliger EPA- Ermittler und Informant während des BP-Öllecks an der Nordküste Alaskas, und inzwischen Hauptermittler für Sea Shepherd, erkärt den Medien, wie die Ölverschmutzung im Golf von Mexiko hätte vermieden werden können.

Juni: Die Steve Irwin patrouilliert in den Hoheitsgewässern von Malta auf der Suche nach illegalen Blauflossenthunfischwilderern und fährt damit die nächsten Monate fort.

Juni: Animal Planet sendet Whale Wars Season 3 in den Vereinigten Staaten am 4. Juni und in Kanada am. 9. Juni.

Fortsetzung folgt...

 

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